Z40 I-B.20.C. Beweise von der
aber in Betrachtung i. der übergrossen Gewalt der RömischenPäbste: 2. der Schwache der Waldensischen Kirche: und z. ih-rer nahen Nachbarschaft mit der Römischen/ sich bis daher in >
den Thälern unverfälscht erhalten können, und auch würcklich si> .
erhalten habe? Ich zweifle nicht, ich werde der Sache ein Genü-ge thun, und den Versal meiner Leser gewiß erhalten, wann nurdiese ohne falsche Leidenschaften und Vorurtheile folgende Blätteraufmercksgm durch zu sehen, sich die Mühe nehmen wollen. ^
Das zwantzigste Capitel. ^
Daß es was ungereimtes seyn würde, bis aufs VII. Jahr-
hundert Beweise von der Apostolischen Folge und Abstammung der
Kirchen der Waldenser in den Thälern zu fordern.
der nicht auslachens werth seyn, der die armen ein-sättigen Leute überreden wolte, sie stamten nicht vonAdam her, weil sie ihr Geschlechts - Register in geraderaufsteigender Linie, bis zu diesen algemeinen Stam -Vater nichtbeweisen komm: und daher schließen wolre, daß sie entweder aus den l
Wolcken gefallen, oder wie ein Pfifferling in einer Nacht gewachsen,oder wohl gar eine neue Gattung von Menschen seyn müßte»? lWer sötte wohl einen solchen Einsal für was scharfsinniges hak- !ten, da das Wort GOttes ausdrücklich besagt, daß das gantze lmenschliche Geschlecht von einem Blute Herstamme, und man ge- ^wiß überzeugt seyn kau, daß alle Menschen von einem Zweige her- ^
kommen, sintemalen sie alle einerley menschliche Natur an sich ha-ben? Eben so verhalt siebs nun auch in Ansehung der wahrenund rechtgläubigen Kirrste GOttes. Diese erstreckt sich, nach ^dem klaren Zeugniß des Heiligen Geistes in dem Worte GOttes;bis zum Ansauge der Welt, und alle rechtschaffene Gläubigen,die von Adam an bis auf den heutigen Tag gelebet, sind ihre
wahre und achte Kinder. Können nun die Inwohner unser Tha-ler >