Giracds.
Vignrrs.
Z28 IB.19.C- Widerlegung derer, so die Waldensed
meinen Haß zuwege brachte, und warum man ihnen gott-lose Meinungen zur Last legte, deren sie doch gar mehrschuldig waren: unv abermals: Die Geistlichkeit bürdeteden Albigensern alle Arm; von Ketzereien auf, weil die-se ihre Laster nicht gutsprechen woltcn.
So findet auch billig hier einen Platz die schöne und glaub-würdige Aussige Bernhard Girardö' im zehnten Buche seinerFrantzösischen Geschichte. Irren sie auch gleich, spricht er,in einem und den andern, so ist doch dieses nicht so wohldie Ursache des Pabstüchen und anderer Potentaten Haßses wider sie, als vielmehr ihre ausnehmende Frechen inBestraffung der Laster, nicht nur an der: Fürsten undGeWchen',' sondern wohl gar an den Pabsten selbst. Die-ses ist eitrig und allein die Sache, so die gantze Welt widersie rege gemacht, und die emtzige Ursache, um welchenmihnen die greulichsten Meinungen in Glaubens-Sachenaufbürdet, von welchen sie doch am allerweiresten entfer-net sind.
Dem setze ich noch das Zeugniß eines redlichen Mannes Nl-colai Vigners bey. Dieser schreibt ausdrücklich in semer Kirchen-Historie vom Jahr iro6. Es hat mich ein glaubwürdigerMann versichert, er habe ein Glaubens-Bekentniß vonihnen (den Albigensern oder Waldensern in Provence) in Han-den, so in alter gasconischer Sprache geschrieben, und vonihnen dem Eantzler vorn Hospital kurtz vor der FraritzG-schen Unruhe übergebet: worden, welches vorkommen mitder Lehre der Waldenser übereinkomme, und darinnenman auch nicht die germgftett Fußstapffcn von denen Mei-nungen der Manichaer antreffe,r-ü-E-'E Sie erklärtet: darinnen ausdrücklich,
wie sie alle kanonische Bücher Alten und Neuen Testa-ments annähme::; dahingegen aber alle Lehre, so ihrenGrund nicht darinnen hatte , oder ihnen wohl gar zuwider