«Bachldssun-rber un-A, und>NÄGkaii. Klieft Wihftchhui-
öeunM-
chenzeftet.
utld arldern Umst. der Piemontesischm Thäler. 7
renen Rancken von einem Baum zum andern gezogen; wo aberkeine Baume vorhanden sind, werden Latten gemacht, iind ver-mittelst derselben die Reben so artig geführet, und durch einan-der geflochten, daß der Ackersmann bequem darunter arbeiten,und das schönste Getrayde von der Welt einerndten kan. AlleWege, Gange und Platze zwischen den Wohnungen sind mitden herrlichsten Obst- Bäumen bepflantzet, und findet man hierinsonderheit sehr viel Maulbeer-Baume, davon die Inwohnerdie Seiden-Würmer ernähren, als von welchen sie sich selbergrdstentheils erhalten, und ihreSteuren abführen. Diesegan-tze Ebene und Gegend ist gegen Morgen und Mitternacht mitden unmuthigsten Hügeln und Höhen eingefast, auf welchenebenfalls auf obige Art unter den Weinstöcken das beste Korn,wie auch andere Küchen-Speisen, und die herrlichsten Früchtewachsen, und durch eine aus dem Fluß Angrogne gezogene Wafiftrleitung gewassert werden,
§. vm.
Die Gemeine Angrogne fangt sich da an, wo die letzt- Lngrsgm.gemeldte Höhe von S. Jean aufhört, und steigt gegen Mit-ternachtimmer höher, bis sie endlich an dem hohen AlpenGebürgevon Vachera, Sinn, Lella, Cella Veglia und Infernetaufhört:
Es scheint, ob hatte diese Gegend ihren Nahmen von demBach oder dem kleinen Fluß Angrogne bekommen, welcher vonden besagten Alpen herunter fliest: sie erstreckt sich sehr weit,ist aber durchgehends bergigt, und theilet sich in viele kleine Tha-ler, als wie ein Baum in unterschiedene Aeste. Hier wachstweiter kein Wein, ausser etwas weniges iu der Gegend der Höhevon S.Jean: Hingegen findet man bis ziemlich hoch hinaufviel Castanien, allerhand gute Fckichte, und insonderheit Weidehör das Vieh im Ueberfluß.
H