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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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e t i d u s

L i n

H e 1 1 e b o r u s f o

(Die stinkende Nieswurz,)

(M i l 2 Tafeln.)

Char.

H elleborus foetidus Lin.

H. Caule multifloro superne glanduluso pubescenti,foliis biennibus longe petiolatis pedatisectisglaberrimis coriaceis, segmentis lineari-lan-ceolatis; radice simplici ramoso.

Ilelleborusfoetidus.

Benennungen.

Holl. Stinkend Nieskruid.

Engl, the fetid hellebore.

Franz. Hellebore fetide.

It al. Elleboro fetide.

Die stinkende Nieswurz ist auf trockenenWeiden, an Hecken und sandigen Ufern im südli-cheren Deutschland ^besonders am Rhein) und inden angränzenden Ländern einheimisch.

Die Wurzel unterscheidet sich von der der vor-hergehenden Art durch einen einfachen mehr verlän-gerten Wurzelstock, an dessen obern Ende sich rings-um zahlreiche abstehende Wurzelfasernentwickeln; auch setzt sich hier der Wurzelstockaufwärts als ein Mittelstock fort aus dem gewöhnlichnoch Wurzelfasern entspringen. Die Fasern sindästiger aber nicht so zahlreich als bey Hel leb o-l'tts viridis.

Die Stengel, von denen mehrere aus einerWurzel kommen, bilden eine starke immergrünebuschige Staude ; sie steigen in schiefer Richtungauf, sind am Grund, während der Blüthezcit ohneBlätter, von den Resten der umfassenden Blattstielewie mit entfernten braunen Schuppen bedeckt, rund

Decand. Prodr. I. p. 47- Syst. p. 3ao.

Lin. Spec, plant, p. 784*

Willd. Spec, plant. II. p. 1337.

Roth. Fl. Germ. II. p. Goo.

Bluff, et Fing. Comp. Fl. Germ. 1 . p. 7.44-Spenner Flor. Friburg. p. io 3 i.

Decand. Fl. franc, n. 4662.

S m. Fl. Britt, p. 598.

Di erb. Handb. der pharm, incd. Bot. p. 23y.

Geig. Pharm. Bot. p. n84- Magaz. 1. c.Eberm. Allg. Encyci. V. p. 455.

Pharm. Bor. ed. Dulk. p. 463.

glatt und grün; nach oben theilcn sie sich in einezweyfheilige sparrige grofse Blüthenrispe.

Die Wurzelblätter sind zweyjährig, ste-hen auf langen glatten oben rinnenförmig vertief-ten Blattstielen; sie sind fufsförmig zertheilt, d. h.drey einzelne Blättchen stehen an der Spitze desStiels und auf jeder Seite ebenfalls drey in Ver-hältnifs kürzere die am Grund in einem seitlichenkurzen Fortsatz des Blatstiels zusammen laufen;alle diese Blättchen sind lanzettförmig glatt le-derartig nach der Spitze hin gesägt, am Grundganz, oben dunkelgrün, unten blafs. An der blü-henden Pflanze sind sie gewöhnlich vertrocknet.

Die A este der Blüthenrispe sind etwas eckigund gegen die Spitze hin gleich wie die Blüthen-stiele und Kelchblättchen mit sehr kurzen Drüsen-haaren bedeckt. Am Ursprung der Aeste und dereinzelnen Blüthensliele sind grofse eyförmige sit-zende gelblich-grüne scheidenartige Deckblättchen,von denen die unteren an der Spitze in schmaleBlättchen, die mittleren in unregelmäfsige Zähneauslaufen und die obern ganzrandig sind.

Die g e lb 1 i c h - g r ü n e n B 1 ü t h e n sind nickendund aus fünf rundlichen concaven aufrechten über-einander gewickelten stumpfen Kelchblättchenmit violettem Saum gebildet.