C o r y d a 1 i s b u 1 b osa Dec.
(Der kleine knollige Lerchensporn.)
Char. Spec.
Cor y dal is bull) osa Dec.
C. Caule simplici erecto sub infimo folio Squamigero; foliis tribus, vel quatuor petiolatis biternatim - sectis,
segmentis cuneatis oblongisve bracteisquC. bulbosa .
Fumaria bulbosa var, yFumaria Haller iF urnaria solida
Fumaria minorC o r y d a 1 is digitataCorydalis Llalleri .
e apice incisis; radice solida subbulbosa.
Dee. Syst. Regn. veg. p, 119 . Prodr. 1. p. 127 .— FI. fr. n. 4098.
Bluff et Finger h. Comp. Fl. Germ. II. p. 1 74*Lin. Spec, plant, p. 983 .
Willd. Spec, plant. III. p. 863.
Ehrh. ßeitr. VI. p. i4ö.
Sm. Fl. Britt, p. 748 .
Roth Fl. Germ. 11. p. i53.
Pers. Syn. plant. 11. p. 269 .
Willd. Enum. Hort. Ber. p. 740 *
Geiger Pharm. Bot. p. i36i.
N. et Eberm. 1. c. 111. p. 43p.
Martius Pharmacogn. p. 17 .
Kunze Waarenkunde 11. p. 54- tab IX.
Der kleine oder Haller’sehe Lerchen-sporn wächst, wie der vorhergehende, an Heckenund ist in ganz Deutschland, auch in dem nörd-lichem Theil, ziemlich gemein, ln unsrer Gegendhaben wir bemerkt, dafs diese Art häufiger auf demlochten Rheinufer, die vorhergehende mehr aufdem linken Ufer vorkommt.
Die Pflanze ist in jeder Hinsicht der vorher-gehenden Art sehr ähnlich, unterscheidet sich aberbei genauerer Betrachtung leicht von ihr durch fol-gende Merkmale :
Die Wurzel besteht aus einem eiförmigen,dichten (nicht hohlen) Wurzelstock, dereine fleischige Knolle bildet, welche mit einer häu-tigen dünnen Schale bedeckt ist, wodurch sie mehreiner Zwiebel mit stark ausgebildetemZwiebelkuchen ähnlich wird; auch ent-wickeln sich hier die Wurzelfasern nur an der Ba-sis der Knolle.
Die Stengel sind etwas niedriger und führenam Grund der Blattstiele eine häutige scheidenar-tige Schuppe.
Die Blü then stehen, wie bei der vorherge-henden Art, in einem einfachen Trauben und sindpurpurroth oder zuweilen weifs, aber die Blü-thenstielchen sind hier länger und dieDeckblättchen sind fingerförmig ge-schnitten, (bracteae digitatim- incisae), welchesdas wichtigste Unterscheidungsmerkmal darbietet.
ln den Officinen ist diese Wurzel unter demNamen Rad. Aristolochiae fabacea bekannt.Sie kommt in ihren Eigenschaften mit der vorher-gehenden überein, soll aber etwas schwächer seynAnm. Man verwechsle des Namens der Wur-zel wegen diese^ Art nicht mit einer andern ver-wandten, aber viel seltneren Pflanze, der Cory-dalis fabacea Pers. Diese Art ist kleiner, ihreWurzel ebenfalls dicht; die Blüthentrauben sindarmblüthiger, der Sporn ist kürzer als der Blumen-saum und die Deckblätlchen sind ganzrandig,wie bei Cor. tuberosa.
Abbildungen.
Flora da nica tab. 1224.
H a y n e Getr. Darst. V, tab. 3.
Erklärung der Tafel.
1 . Die blühende Pflanze.
2 . Ein Blatt, ausgebreitet.
3. Die Deckblättchen.
4. Eine Wurzel mit zwei Stengeln.
5. Eine derselben im Längsschnitt.
6 . Eine doppelte im Querschnitt.
7 . Eine Blüthe, von der Seite gesehen, mit demDeckblättchen.
8 . Die reife Frucht.
9 . Der Saamen.
10 . Derselbe, vergröfsert.
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