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der Mitte zwei Blätter. Diese sind ebenfalls ziem-lich lang gestielt, doppelt-drcizählfg; die erste Ab-theilung ist lang gestielt, die Blätter der zweitensind kurz gestielt, besonders die seitlichen, tief-dreilappig, keilförmig gezahnt und stumpf, blafs-grün und dies besonders auf der untern Seite.
Die B 1 ü t h e n bilden einen langen einseitigenTrauben an der Spitze des Stengels. Die ßlü-thenstielchen sind ungefähr zwei Linien langund von einem viel langem ganzen oval-läng-lich en grünen Deckblättchen unterstützt.
Die Blumenkrone ist zweilappig, in einemlangen, stumpfen, wenig gekrümmten Sporn endi-gend; die Oberlippe ist zweispaltig, an den Seitenzurückgeschlagen; die Unterlippe ist ebenfalte zwei-spaltig, in der Mitte ausgehöhlt und unten amGrund in einem Kropf (struma) verdickt; die bei-den seitlichen Blättchen sind kürzer, an denSpitzen verwachsen, lölfelförmig und auf dem Rü-cken gekielt. Die Farbe der Blüthe ist purpurfar-big oder auch ganz weifs; die seitlichen Blättclmnsind innen weifs und nur an der Spitze auf der i ri-ñera Seite dunkel, violett.
Die Staubgefäfse sind mit dem Pistill zwi-schen den innern Blumenblättchen eingeschlossen;die beiden breiten häutigen weifsen Staubfädentragen jeder an der Spitze drei gelbe kleine An-theren, von denen die mittlere zweifächrig ist; dieseStaubbeutel öffnen sich der Länge nach. Der ver-längerte glatte Fruchtknoten trägt einen sehr kur-zen Griffel und eine grofse aus zwei dicht an ein-ander anliegenden Lamellen gebildete grüne Narbe,die kaum über die Anther en hervorragt.
Die Frucht ist eine längliche etwas bauchigeund zweischneidige grüne glatte fein zugespitzteSchote; sie springt in zwei Klappen auf und trägtan beiden Nähten 4 — 8 linsenförmige schwarz-braune stark glänzende Saamen, die mit einem ge-krümmten weifsen Nabelanhang versehen sind. Derkleine Embryo liegt in einer Grube in der Nähedes Nabels.
Die oben beschriebene VVurzHknolle dieserPflanze ist in den Oflicinen unter dem Namen Ra-dix Aristolochiae caveae aufgenommen. Imgetrockneten Zustand ist sie mehr graulich - weifs,innen bald schön-gelb, bald mehr grünlich-gelb.Der Geschmack ist sehr bitter und etwas scharf;einen unangenehmen Geruch konnten wir auch anden frischen Wurzeln nicht [wahrnehmen. — lnchemischer Hinsicht zeichnet sich diese Wurzel durchdas vom Herrn Professor Wackenroder ent-deckte bittre Alkaloid (Corydalis) aus, was wahr-scheinlich auch in der Gattung Fumaria vor-kommt. Aufserdem enthält sie Apfelsäure, Satz-mehl, etwas Weichharz, Schleim und apfelsauernKalk (Wackenr. de An thelm i n t. )
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A b b il dun ge n.
Flora danica tab. 605 .
Hay ne Gelr. Darst. V. tab. i.
E r k 1 ä r u n g der T a f e 1 .
1. Ein Stengel mit Blüthen.
2. Ein Wurzelblatt.
3 . Eine Wurzel mit dem Blatt.
4 . Eine Wurzel, von unten gesehen.
5 . Eine andere, von der Seite gesehen.
6. Ein Durchschnitt derselben.
7. Eine geschlossene Blüthe mit dem Deck-blättchen.
8. Eine offene Blüthe, von der Seite gesehen.
9. Die Unterlippe.
io. Der Sporn, vergröfsert.
11. 12. Die seitlichen Blättchen, vergröfsert.
1 3 . Die Staubgefäfse und das Pistill.
1 4 . Einer der verwachsenen Staubfäden.
1 5 . DerFruchlknoten mit dem Griffel, vergröfsert.
16. Derselbe, in natürlicher Grölse.
17. Eine reife Frucht.
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