Myrtus acris Sw,
Die scharfe Myrte.
Char.' Spec.
Myrtus acris.
M, pedunculis axillaribus et terminalibus trichotomo-paniculatis et Subcorymbosis compressis, foliolongioribus, floribus quinquefidis; calycibus glabris; foliis obovatO-ellipticis vel subrotundis con-vexis coriaceis glaberrimis et punctatis.
M. acris .»...».»» Swarz Flora índ. occ» p. 90 g.
“ — • • » » • . » » . Will di Spec. pi. II. p. 973»
Myr cia acris . . . » . , . . Dec. Prodr. III. p. 243.
Myrtus caryophyllata ...... Jacq. Obs. bot. II. p. i.
Myrtus acris . . . » . » . » Geiger Pharm. Bot. p. io43»
Diese Myrte ist auf J a maie a, Bar bad os undandern westindischen Inseln auf Bergen einheimisch.
Sie ist der vorhergehenden so nahe verwandt,dass man sie nur für eine Spielart derselben be-trachten könnte. Nach der Beschreibung vonSwarz und einem vorliegenden Exemplar aus demBot. Garten von Calcutta unterscheiden wir die-se Art durch folgende Merkmale:
Die Blätter sind kleiner, oval oder verkehrt-eirund, an der Spitze abgerundet und zuweilenausgerandet, auch auf der oberen Seite etwas con-vex-gewölbt; die am meisten abgerundeten fiudenAvir ungefähr 2 Zoll lang, i5 Linien breit; übrigenssind sie denen der vorhergehenden Art ganz gleich.
Die Blüthenstiele sind langer, als dasBlatt, in dessen Winkel sie hervor kommenund diess scheint der Hauptunterschied zu seyn.
ln den Blüthentheilen finden xvir keinen Un-terschied.
Die Frucht ist nach SAvarz eine länglicheZAvei- bis viersaamige Beere von der Grösse einergrossen Erbse.
Der Baum wird 30—40 Fuss hoch; seine Rindeist graulich-braun.
Die Blätter besitzen ganz den aromatischenPimentgeruch, Avie Avir ihn bei M. Pimenta undM. pimentoides Avahrnehmen.
Diess und die grosse Venvandschaft mit derzuletzt genannten Art lässt uns mit Sicherheit an-nehmen, dass die unreifen Früchte ebenfalls als
Piment gesammelt werden ; sie kommen dann dem
Sogenannten Krön-Piment am nächsten.
An m. Myrtus Coriacea Sw. muss dieser Artausserordentlich ähnlich seyn. Sie unter-scheidet sich aber nach dem genannten Schrift-steller durch folgende Merkmale:
Der Baum ist klein strauchartig; die Blü-thenstieíé sind minder-reichblüthig, die Kel-che sind vierzahnig; die Frucht ist rundUnd nur so gross als ein Pfefferkorn. NachDe Candolle hat der Embryo blattartigerunzlig - gefaltete Cotyledonen und es Aväredann allerdings diese Art in die Ahtheilung(oder Gattung) Myrcia zü bringen»
Abbildung»
Plukenet Almag. tab. i55. fig. 3»
Erklärung der Tafel»
1 » Ein blühender Zweig nach einem Exemplar ausdem bot. Garten zu Calcutta»
2 . 3. Die verschiedene Blattform.
4. Fine Blüthenknospe und eine verblühte Blume,vergrössert.
5. Ein Blumenblatt.
6 . Die Staubgefässe.
7 . Ein Stück eines Blatts von der unteren Seite.
8 . Dasselbe von der oberen Seile, beide vergrössertum die Drüsen zu zeigen.
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