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ächten Myrtus Pimenta zu gehören. (S. LinnaeaV. p. 539.)
Die A es te des Baumes scheinen aufrecht-ab-stehend zu seyn; die Rinde ist blass grau und glatt.Die jungen Zweige sind ebenfalls glatt und beson-ders in der Nähe der Blüthen scharf-vierseitig undzusammengedrückt, glatt und drüsig.
Die Blätter stehen gegenständig auf kurzenhalbrunden glatten Blattstielen; sie sind oval odermehr länglich, stumpf, ganzrandig, lederartig, voll-kommen glatt und glänzend , auf der untern Seiteblasser und mit punetförmigen Drüsen besetzt; diekleineren sind bei 2< Zoll Länge ti Zoll breit,die grösseren sind an l\. Zoll lang und ungefähr2 Zoll breit.
Die Blütlienstiele kommen gegen die Spitzeder Zweige hin aus den Blattwinkeln hervor ; siesind kürzer als das Blatt, oder auch von seinerGänge, zusammengedrückt, glatt und drüsig-punc-tirt; sie theilen sich in mehrere gegenständige drei-blüthige Aestchen, so dass eine Art Doldentraubeentsteht. Jede Blüthe hat ein kurzes Stielchen(pedicellus) nur das mittlere ist gewöhnlich fest-sitzend.
Der glatte Kelch ist in fünf kurze stumpfeZähne gespalten, er ist rundlich glockenförmig,aussen drüsig punctirt, auf der innern Seite sehrschwach behaart. Er trägt die fünf runden weis-sen punctirten schnell abfallenden Blumenblätter,welche, vor der Entfaltung dachziegelformig übereinander liegend, eine runde Knospe bilden.
Die zahlreichen, auf dem Kelch stehenden Staub-fäden sind frei, dünn, fadenförmig, weiss, kaumlänger als die Blumenblätter. Die Antheren sindam Grund angeheftet, oval, zweifächrig und eben-falls weiss.
Der Fruchtknoten ist in dem Kelchrohrverborgen und mit ihm verwachsen ; er ist zwei-fächrig, mit mehreren Eierchen in jedem Fache.Der Griffel ist einfach glatt und endigt in einestumpfe nicht verdickte Narbe.
D ie unreife Frucht ist zuerst mehr rund, danneiförmig, lederartig, blass braun und sehr aroma-tisch. Im reifen Zustande werden sie mehr läng-lich, fleischig und schwarz. Es sind dann nur zweioder auch nur ein ausgebildeter, fast runder, vonzwei Seiten etwas flacher Saamen vorhanden. DieSaamenschale ist sehr dünn. Der Embryo, der denganzen Saamenkern bildet, besteht aus dem langendicken spiralförmig gekrümmten Würzelchen undzwei im Centro liegenden sehr kurzen Cotyledonen.
Der in einem der früheren Hefte dieses Werksabgebildete Myrtus Pimenta L. ist sehr naheverwandt und gehört gewiss nicht zu der GattungEugenia. Er unterscheidet sich durch kleinereBlüthen vierzähnige behaarte Kelche und vipr Blu-menblätter. Die unreifen Früchte sind mehr ku-gelrund; die ausgebildeten Saamen zeigen den-selben Bau des Embryos wie die hier abgehandelteArt und beide sind in allen Theilen, besonders inden Blättern, welche in einer Abart schmäler undlänger, in der andern breiter und kürzer sind, undin den unreifen Früchten sehr aromatisch.
Diese letztem kommen von beiden Bäumen un-ter dem Namen Piment, Semen Amomi vorund wir sind geneigt anzunehmen, dass die gewöhn-liche runde Sorte des Piments von M. Pimenta
und die neuerlich unter dem Namen K r onp im en terscheinenden mehr eiförmigen Früchte von M,pimento id es abstammen. Dieser Kronpimentist übrigens bloss durch die mehr eiförmige Gestaltund einen etwas verschiedenen Geruch von demgewöhnlichen Piment verschieden. Es sind trockenlederartige Früchte von der Grösse kleinerer odergrösserer Erbsen; die Farbe ist blass braun ; im In-nern sind gewöhnlich zwei seltner 3 — 4 Fächersichtbar, mit eben so viel zusammengedrückten undmehr oder minder verschrumpften Saamen. Wennman aber genauer zusieht, so findet man unterdem Piment gewöhnlich kleinere mehr runzlige undweichere Früchte, die dann einen oder zwei grös-sere ausgebildete Saamen enthalten, in welchen derEmbryo die oben beschriebene Gestalt zeigt. *) —»Uebrigens ist gewiss in Beiden das Aroma fast aus-schliesslich in der Fruehthülle nicht in den Saa-men enthalten; aber auch die Blätter würden sichereine reichliche Menge ätherisches Del liefern, wel-ches sehr wahrscheinlich von dem schweren äthe-rischen Oel, dem die Früchte ihr Aroma verdan-ken, nicht verschieden ist.
*) Wahrscheinlich hat De Candolle nur die unvoll-ständigen Saamen gebannt und diese Bäume deshalbin zwei verschiedene Gattungen gebracht.
Erklärung der Tafel.
i. Ein blühender Zweig, nach einem Exemplardes bot. Gartens.
2 3 . Die verschiedene Blattform.
4 . 5 . Die Drüsen der Blätter, vergrössert darge-stellt.
6. Eine ßlumenknospe, vergrössert.
7. Ein Blumenblatt aus der Knospe.
8. Eine offene Blüthe.
9. Dieselbe, vom Rücken gesehen.
10. Ein Blumenblatt.
11. Die Staubgefässe.
12. Der Fruchtknoten im Querdurchschnitt»
1 3 . Der Kelch mit dem Griffel und dem einge-schlossenen Fruchtknoten.
1 4 . Eine unreife Frucht in natürlicher Grösse.
1 5 . Dieselbe, vergrössert.
16. Dieselbe im Durchschnitt (mit drei Fächern).
17. 18. 19. Das Kronpiment, wie es im Handelvorkommt.
20. 21. Dasselbe im Querdurchschnitt.
22. Unreife Saamen.
23 . Eine reife trockne Frucht.
2/j. Dieselbe, der Länge nach geöffnet.
25 . Ein reifer vollkommner Saamen.
26. Der Embryo.
27. Derselbe, vergrössert.
28. Das gewöhnlich runde Piment von MyrtusPimenta.