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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Copaifcra coriacea Mart.

(Die leder arti ge Copaifera.)

Char. Gen.

Siehe das vorhergehende ¡left.

Ch a r.

Copaifera coriacea.

C. foliolis bi vel trijugis ellipticis emarginatis coria-ceis reticulato-venosis utrinque glabris subtusglaucescentibns, floribus paniculatis

C. foliolis bi ad trijugis ellipticis aequilateris emar-ginatis impunctatis, petiolis pedunculisque sub-glabris

Dieser Copaivbaum wächst nach Herrn vonMartius am St. Francisco-Strom in Brasilien.

Er bildet einen ansehnlichen Baum mit viel-ästiger regelmäfsiger Krone. Die Rinde des Stammsist ziemlich glatt, schwarzgrau; die jungen Zweigesind glatt.

Die Blätter sind zwei- oder dreipaarig-ge-fiedert; die Blättchen sind (klein) gegenständig,kurz gestielt, gleichseitig, vollkommen - oval,ganz stumpf und ausgerandet, ganzrandig, und miteinem Nerven eingefafst, netzaderig, glatt, ohnePuncte, oben schön grün und glänzend, untengraugrün, 816 Linien lang und ungefähr halbso breit; der gemeinschaftliche Blattstiel ist stiel-rund , fast glatt einen bis anderthalb Zoll lang.

Die kleinen Blü then stehen in zusammen-gesetzten Aehren in den Blattwinkeln und sind vordem Aufblühen mit kleinen eiförmigen convexendrüsigen bräunlichen Nebenblättchen versehen; dieseAehren sind ungefähr so lang als das Blatt, in des-sen Winkel sie stehen; der gemeinschaftliche Blü-thenstiel ist rund und fast glatt.

Der Kelch besteht aus vier eiförmigen spitzenhinfälligen Blättchen; diese sind aufsen glatt unddrüsig - höckerig, innen weifs und mit Ausnahmedes Randes mit anliegenden Haaren bekleidet; dasuntere ist etwas schmäler als das obere.

Die Blumenkrone fehlt hier, wie bei allenandern Arten.

Die zehn Staubfäden sind auf der Scheibeeingefügt, noch einmal so lang als der Kelch, fa-

S p e e.

M artius und S p i x Reise 1. p. 283.

Dec. Prodr. II. p - 5 o<).

Hay ne Getr. Darst. X. n. 20.Geiger Pharm. Bot. p. <j( 3 i.

N. et Eh. Handb. Hl. p. 220.

denförmig, glatt; die Staubbeutel sind oval, zwei-fächrig, gelb, beweglich.

Der Fruchtknoten ist oval, flachzusam-mengedrückt, am Rande weichhaarig; er enthältzwei Eierchen und trägt einen gekrümmten Griffel,mit stumpfer Narbe.

Die Frucht ist noch nicht näher bekannt.

Von diesem Baum wird nach Herrn v. Mar-tius besonders in der Provinz St. Paulo in Bra-silien der Copaivbalsam gesammelt.

Anm. Wir glauben, wie wir auch bereits indem vorhergehenden Heft bemerkten, hier nachund nach die Copaivbäume nach tlaynes vorzüg-licher Bearbeitung aufuehmen zu müssen, wobeiwir vorzugsweise die gröfseren baumartigen Artenals die eigentlichen Mutterpflanzen des Copaiv-balsams berücksichtigen werden.

Abbildungen.

Hay ne 1 . c. X. tab. 20.

Erklärung der Tafel.

1. Ein blühender Zweig.

2. Ein Kelch mit den Geichlechtstheilen.

3. Ein Kelchblättchen vom Rücken gesehen.

4 . 5. Dieselben von der innern Seite.

6. Der Fruchtknoten.

7. Dieselben geöffnet, (alle Figuren, von Fig. 2.

an, vergröfsert.) «