Copaifcra coriacea Mart.
(Die leder arti ge Copaifera.)
Char. Gen.
Siehe das vorhergehende ¡left.
Ch a r.
Copaifera coriacea.
C. foliolis bi vel trijugis ellipticis emarginatis coria-ceis reticulato-venosis utrinque glabris subtusglaucescentibns, floribus paniculatis
C. foliolis bi ad trijugis ellipticis aequilateris emar-ginatis impunctatis, petiolis pedunculisque sub-glabris
Dieser Copaivbaum wächst nach Herrn vonMartius am St. Francisco-Strom in Brasilien.
Er bildet einen ansehnlichen Baum mit viel-ästiger regelmäfsiger Krone. Die Rinde des Stammsist ziemlich glatt, schwarzgrau; die jungen Zweigesind glatt.
Die Blätter sind zwei- oder dreipaarig-ge-fiedert; die Blättchen sind (klein) • gegenständig,kurz gestielt, gleichseitig, vollkommen - oval,ganz stumpf und ausgerandet, ganzrandig, und miteinem Nerven eingefafst, netzaderig, glatt, ohnePuncte, oben schön grün und glänzend, untengraugrün, 8—16 Linien lang und ungefähr halbso breit; der gemeinschaftliche Blattstiel ist stiel-rund , fast glatt einen bis anderthalb Zoll lang.
Die kleinen Blü then stehen in zusammen-gesetzten Aehren in den Blattwinkeln und sind vordem Aufblühen mit kleinen eiförmigen convexendrüsigen bräunlichen Nebenblättchen versehen; dieseAehren sind ungefähr so lang als das Blatt, in des-sen Winkel sie stehen; der gemeinschaftliche Blü-thenstiel ist rund und fast glatt.
Der Kelch besteht aus vier eiförmigen spitzenhinfälligen Blättchen; diese sind aufsen glatt unddrüsig - höckerig, innen weifs und mit Ausnahmedes Randes mit anliegenden Haaren bekleidet; dasuntere ist etwas schmäler als das obere.
Die Blumenkrone fehlt hier, wie bei allenandern Arten.
Die zehn Staubfäden sind auf der Scheibeeingefügt, noch einmal so lang als der Kelch, fa-
S p e e.
M artius und S p i x Reise 1. p. 283.
Dec. Prodr. II. p - 5 o<).
Hay ne Getr. Darst. X. n. 20.Geiger Pharm. Bot. p. <j( 3 i.
N. et Eh. Handb. Hl. p. 220.
denförmig, glatt; die Staubbeutel sind oval, zwei-fächrig, gelb, beweglich.
Der Fruchtknoten ist oval, flach —zusam-mengedrückt, am Rande weichhaarig; er enthältzwei Eierchen und trägt einen gekrümmten Griffel,mit stumpfer Narbe.
Die Frucht ist noch nicht näher bekannt.
Von diesem Baum wird nach Herrn v. Mar-tius besonders in der Provinz St. Paulo in Bra-silien der Copaivbalsam gesammelt.
Anm. Wir glauben, wie wir auch bereits indem vorhergehenden Heft bemerkten, hier nachund nach die Copaivbäume nach tlayne’s vorzüg-licher Bearbeitung aufuehmen zu müssen, wobeiwir vorzugsweise die gröfseren baumartigen Artenals die eigentlichen Mutterpflanzen des Copaiv-balsams berücksichtigen werden.
Abbildungen.
Hay ne 1 . c. X. tab. 20.
Erklärung der Tafel.
1. Ein blühender Zweig.
2. Ein Kelch mit den Geichlechtstheilen.
3. Ein Kelchblättchen vom Rücken gesehen.
4 . 5. Dieselben von der innern Seite.
6. Der Fruchtknoten.
7. Dieselben geöffnet, (alle Figuren, von Fig. 2.
an, vergröfsert.) «