ton, mit kurzen aber höckrigen klebenden Haarenbekleidet. Die Afterblättchen (stipulae) sind sehrklein, spitz.
DieBlüthen stehen in den Blattwinkeln in vierbis sehsblüthigen Trauben. Der Blüthenstiel ist imAnfang der Blüthe sehr kurz, später verlängert ersich aber bedeutend und verliert zum Theil dieweifse Behaarung; an den paarweise beisammenste-henden besondern Blüthenstielchen sind ei-förmige spitze Deckblättchen; zwei dergleichen ste-hen am Kelch zuerst aufrecht, dann abstehend undsind ungefähr von der Länge der Unterlippe desselben.
Der grünlich - weifse glatte Kelch hat einekürzere abgerundete schwach ausgerandete Oberlippeund drei eiförmige spitze ungleiche Zähne an derUnterlippe.
Die schmetterlingsförmige weifse Blumenkronehat eine aufwärts zurückgeschlagene concave undgefaltete stumpfe Fahne (vexillum); die Seegel (alae)laufen an einer Seite in einen sehr schmalen Nagelherab, die Platte (Lamina) ist verkehrt-eiförmigstumpf, nach aufsen gewölbt, länger als die Fahne.Der Kiel (carina) ist spiralförmig gewunden und ge-gen die Fahne gebogen, in eine grüne Spitze endigend.
Die zehn Staubfäden sind so in eine Säuleverwachsen, dafs der untere und breitere frei ist.sie sind glatt, weifs und im Kiel eingeschlossen.
Der längliche Fruchtknoten ist seidenartig-behaart; der Griffel ist so lang als die Staubfä-den; die Narbe ist stark gewimpert.
Die weifse Farbe der Blüthen geht schnell inein schmutziges Gelb über.
Die jungen Früchte (die Hülsen) sind mehroder minder gekrümmt und seidenartig behaart;dieser Haarüberzug verliert sich bald und die Früchtewerden fast ganz gerade mit einer feinen krummenZuspitzung durch die ausdauernde Basis des Griffelsgebildet; sie sind nur wenig aufgetrieben (torulosi)
und ziemlich flach. Bei der Reife sind sie schmut-zig gelblich , glatt 6-8 Zoll lang, ungefähr einenhalben Zoll breit.
Die S a a m e n sind gewöhnlich weifs (oderauch bunt) ebenfalls ziemlich flach, an der Spitzedes Nabels etwas eingezogen, auf dem Rücken ge-wölbt, ungefähr acht Linien lang und halb so breit.
Es kommen aber auch bunte Saamen vor.Diese Saamen bestehen aus dem Embryo mit seinendicken mehligen Cotyledonen, dem seitlich nachdem Nabel zu eingekrümmten Würzelchen (embryopleurorhyzeus) und dem sehr schön ausgebildetenFederchen (plumula).
A n m. Da die Saamen der Bohnen in der neuenPr. Pharmacopoee aufgenommen sind, so darf ichum so mehr wagen, hier eine genauere Darstellungvon zwei Arten einer Gattung aufzunehmen, die bisauf Sa vis Untersuchung so sehr vernachlässigt war.Von Ph. vulgaris unterscheidet sich diegrofse Schwerdtbohne, Ph. compressusvar. procerus Savi durch die breiteren mehrzusammengedrückten und gekrümmten Hülsen, sowie durch die noch einmal so grofsen abste-henden Deckblättchen. Die Saamen dieser Art sindebenfalls ganz weifs.
Erklärung der Tafel.
1. Zweig mit Blüthen und jungen Früchten.
2. Eine Blüthe von der Seite.
3 . Der Kelch mit den Deckblättchen, von der Seite
gesehen.
4 - Derselbe mit der Oberlippe und dem Deckblätt-chen.
5 . Eine reife Frucht.
6. Ein Querdurchschnitt derselben.
7. Die eine Klappe mit den Saamen.
8. Ein Saamen mit dem Embryo und den beiden
getrennten Cotyledonen.