gela versehenen sichelförmig-gekrümmten stumpfenBlättchen ; er ist etwas kürzer als die Flügel.
Zehn Staubfäden, von denen einer frei ist,sind glatt und tragen rundliche gelbe Antheren.
Der Fruchtknoten ist länglich, mit weifserfeiner Wolle bekleidet; der Griffel ragt etwas überdie Staubbeutel hervor.
Die Hülse ist länglich, wollig und enthält‘ mehrere nierenfürmige Saamen.
Dieser Strauch ist einer derjenigen Artendieser grofsen Gattung, welche die ausgezeichneteAbtheilung Tragacantliacei bilden und von de-nen uns mehrere den Traganth, Gummi Tra-gacanthae liefern.
Der Traganth ist der aus der Rinde diesesStrauchs'und aus der des Astr. verus (tab. 32g.d. Samml. ) hervor getretene und vertrocknete Saftder eigenen Gefäfse. Er besteht aus wirklichemGummi mit einem kleinen Gehalt an Satzmehl undsogenanntem Tragantlistoif; dieser letztere scheintuns nichts anders als äufserst zarte vegetabilischeHäute zu sein, die sich in dem eigenen Safte bil-den und zu den Wänden der Gefäfse und Zellenverdichten. Dieser häutige Theil ist aufserordentlichdünn und durchsichtig, so dafs er unter dem Mi-kroskop kaum beobachtet werden kann.
Guter Traganth erscheint in kleinen schmahlen,wurmförmig-gebogenen ziemlich spröden, weifsenoder gelblichen geruch- und geschmacklosen Stück-chen; er bildet mit Wasser einen dicken kleister-artigen Schleim, ohne sich ganz zu lösen, wodurcher sich von dem eigentlichen Gummi unterscheidet,ln der neuern Zeit kommt noch eine zweite Sorteguten Traganths in ziemlich breiten flachen und
geprefsten Stückchen unter dem Namen Smyrna-Traganth vor. — Man nimmt gewöhnlich an,dafs der in gröfsern mehr gelben Stücken vor-kommende (geringere) Traganth von diesem Strauchabslamme, was uns zu der Vermuthung führte, dafsdas dem Traganth so ähnliche Gummi Kutirahierher gehören möchte. — Nach Hrn. Dr. Mar-tius soll diese Substanz aber von Acacia leu-cophlaea Roxb. aus Ostindien abstammen undkein Satzmehl enthalten. Ob die Angabe von Sie-ber, dafs Astr. creticus L. gar keinen Traganthliefere, ganz richtig ist oder nicht, müssen wirnoch bis auf weitere Untersuchungen dahin gestelltsein lassen. Es zeigt sich übrigens hier derselbeFall wie bei so vielen andern Arzneistolfen, dafssie nemlich nicht von einer sondern von mehrernverwandten Pflanzenarten gesammelt werden.
Abbildungen.
Lab. Journ, de Phys. 1. c.
Il a y n e Getr. Darst. X. n. 8.
Erklärung der Tafel.
1. Ein blühender Zweig (nach Hay ne).
2. Ein Stückchen Rinde mit dem hervorgetretenen
Traganth.
3. Ein Blatt.
4* Eine ganze Blüthe mit dem Deckblätlchen.
5. Das Deckblättchen.
6. Die Blumenblätter.
7. Der Kelch mit den Geschlechtstheilen.
8. Der Fruchtknoten.
g. Die der Länge nach geöffnete Frucht,io. Dieselbe im Querdurchschnitt. (Alle Figurenvon Fig. 3 an vergröfsert dargestellt,)
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