kein der obern Blatter und an den Spitzen derZweige; die besondern Blüthenstielclien sind sehrdünn, kaum anderthalb Linien lang, nickend, voneinem fast haarförmigen und gleichlangen Deck-blättclien begleitet.
Die Kelche sind kurz, glockenförmig, glatt,mit fünf pfriemenförmigen Zähnen, welche fastgleiche Länge haben.
Die schmetterlingsförmige Blumenkrone istungefähr noch einmal so lang als der Kelch mitseinen Zähnen; die Fahne ist bei der vollen Reifeflach und aufrecht, verkehrt-eiförmig und ausge-randet; die Flügel sind lanzettförmig, stumpf;fast so lang als die Fahne; der Kiel iststumpf und kürzer als die Flügel. Die indem Kiel eingeschlossenen Staubgefäfse sind so ver-wachsen, dafs ein Staubfaden frei ist; die Staubfä-den sind weifs, glatt ; die Staubbeutel sind blafs-gelb.
Die kleinen Hülsen ragen über den stehen-bleibenden Kelch hervor; sie sind eiförmig, in einfadenförmiges Spitzchen auslaufend, glatt, mit Quer-runzeln durchzogen, bei der Reife gelblich-braunund enthalten einen Saamen.
Dieser Saamen ist rundlich, mit einem schie-fen Eindruck, der die Lage des Würzelchens be-zeichnet, von gelber Farbe.
Diese Art unterscheidet sich von dem Mel il o-tus officinalis leicht durch folgende Merkmale:Der Stengel ist ausgebreitet, nicht aufrecht; dieBlätter sind mehr verkehrt-eiförmig als linienför-mig; die Blüthen sind etwas kleiner, die Fahne istohne dunklere Flecken ; die Hülsen sind kleiner,glatt, einsaamig und bei der Reife gelblich-braun, nicht schwarz, nicht behaart und nichtzweisaamig.
Noch näher mit M. officinalis verwandt istMel. dentata W. Der Stengel ist aufrecht; dieBlätter sind scharf gesägt; die Blüthen sind kleiner,ohne Geruch; die Flügel sind so lang als der Kiel,aber kürzer als die Fahne; die Hülsen sind zwei-saamig, schwarz, aber glatt.
In dem eigenthümlichen angenehmen Geruch,welchen die Blüthen besonders bei dem Welkenentwickeln, kommt der Mel. officinalis mit demhier beschriebenen M. arvensis überein und eskann sowohl die eine als die andere Art gesammeltwerden.
Der Steinklee (Flores Meliloti) enthält,nach Vogel, ein eigenthümliches ätherisches Oel,einen bittern Extractivstoff und etwas Benzoesäure.
Abbildungen.
Hay ne Getr. Darst. II. tab. 33 .
Erklärung der Tafel.
1. Ein blühender Zweig.
2. Die Wurzel.
3 . Ein Blatt mit dem Afterblättchen von dem un-tern Theil des Stengels.
4 . Eine Blüthe, von oben.
5 . Dieselbe, von unten gesehen.
6. Dieselbe Figur, vergröfsert.
7. Der Kelch mit den Staubgefäfsen.
8. Die Flügel und der Kiel.
9. Die reife Hülse, in natürlicher Gröfse.
10. Dieselbe vergröfsert.
11. Der Saamen.