mehr walzenförmig, einfach oder zweispaltig, nachunicn lang zugespitzt, höchstens von der Stärke einesFingers, aussen schmutzig gelblich weiss, innen weiss.Aus ihr entwickelt sich ein krautartiger aufrech-ter einfacher Stengel. Dieser ist an einem vorlie-genden Exemplar aus Pensylvanien ungefähr einenFuss lang, slielrund, gestreift, glatt.
Die Blätter stehen zu drei quirlförmig beisam-men. Sie sind fünfziihlig (folia quinta) und mitglatten langen Blattstielen versehen ; die beidenunteren Blättchen (foliola) sind viel kleiner als dieandern, kürzer gestielt und mehr eiförmig, die dreiobern Blättchen sind länger gestielt, verkehrt-eiförmig in eine scharfe Zuspitzung ausgedehnt,doppelt-gesägt mit nach der Basis sich verlieren-den Zähnen, auf beiden Seiten ganz glatt; diegrossem messen ohne den besondern Blattstiel anvier Zoll in der Länge, bei zwei Zoll in der Breite.
Die kleinen B 1 ü t h e n bilden eine einfache Dol-de auf einem zwischen den drei Blättern entsprin-genden einfachen Blüthenstiel, der ungefähr diehalbe Länge der Blattstiele erreicht. Dieser Blü-thenstiel ist stielrund, gestreift und wie alle Theileganz glatt.
Die Dolde ist halbkugelig, vielblüthig; diebesonderen ßlüthenstiele sind ungefähr 3—4 Linienlang und am Grund mit schmalen lanzettförmigenspitzen Deckblättchen versehen, die eine Hülle (in-volucrum) bilden.
Der kleine glockenförmige glatte Kelch hatfünf sehr kurze stumpfe Zähne. Die Blumenblät-ter sind oval stumpf, am Grund abgestutzt, grün-lich-weiss.
Die Staubgefässe stehen auf dem Kelch undsind von der Länge der Blumenblätter; die Staub-fäden sind sehr kurz, weiss; die gelben Staubbeu-tel sind auf dem Rücken angeheftet, zweifächerig,oval ; die Fächer sind gesondert und springen derLänge nach auf.
Der Fruchtknoten ist mit dem Kelchrohrverwachsen, zweifächerig, mit einem Eichen in je-dem Fach.
Die beiden Griffel stehen gerade aufrechtund endigen in stumpfe Narben.
Die Frucht ist eine fleischige, vom Kelch um-gebene, bei der Reife rothe rundliche und etwaszusammengedrückte zweisaamige Beere, die manrichtiger als eine von einer fleischigen Kelchrindeumgebene Doldenfrucht (cremocarpium) betrachtet.
Die Wurzel dieser Pflanze ist diejenige Art derRadix Ginseng oder Ninzin oder Ninsi derOfficinen, die von Lafiteau zuerst in Canadaentdeckt wurde und mit der in früherer Zeit einbedeutender Handel nach China getrieben wurde.Wir finden diese Wurzel nicht selten der RadixSenegae untergemischt. Nach Redmann Ame-rican Dispensatory ist sie in Nordamerika alsStellvertreter der Rad. Liquiritiae im Ge-brauch. Die getrocknete Wurzel ist auf der Ober-
fläche iheils ganz glatt, theils auch stark runziligvon Farbe blass graulich - gelb. Der Querschnittzeigt ein ganz weisses Feld, welches an der Grenzeder Rinde oft einen dunklen Rin^ führt, ln derRinde bemerkt man gelbe harzige Puncte. DerGeruch ist schwach, etwas aromatisch, der Ge-schmack süsslicli, aber dabei mit einer eignen et-was gewürzhaften Schärfe verbunden. E ne che-mische Analyse fehlt uns noch.
Anm. Die zuweilen unter der amerikanischenGinsen g-Wurzel vorkommeude rundeWurzel ist die des Panax TrifoliumLin. Wir haben deshalb auch diese Artunsrer Tafel beizufügen nicht versäumenwollen.
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Abbildungen.
Trew. Ehret. Plant, select, tab. VI.
Bi gel. Med. Bot. II. tab. 29.
Erklärung der Tafel.
A. Die Spitze einer blühenden Pflanze, nach ei-
nem Exemplar aus Nordamerika.
1. Ein Blatt, ausgebreitet.
2. Die getrocknete Wurzel desselben Exemplars.
3 . Eine noch geschlossene Blüthe, stark ver-
grössert.
4 . Die ganze offene Blüthe.
5 . Der Kelch mit den Staubgefässen und dem
Pistill.
G. Dieselbe Figur, der Länge nach durchschnitten.
7. Die Staubgefässe von vorn und vom Rücken
gesehen.
8. Ein Blumenblatt vom Rücken und von der
vordem Seite.
g. Die reifen Früchte nach Trew Ehret.
10. Eine Frucht.
11. Der Saamen.
B. Panax Trifolium L. mit Blüthe, Frucht und
Wurzel, nach Exemplaren aus Nordamerika.
1. Eine Blüthe vergrössert.
2. Eine unreife Frucht, vergrössert.
C. Die Wurzel von P. Quinquefolium, wie sie
im Handel unter Rad. Senegae vor-kommt.
c. Dieselbe im Querdurchschnitt.