auf (Ipv untern gewölbt, glatt. Die kleinen After—blättcben sind eiförmig stumpf, hinfällig.
Die rosenrothen wohlriechenden B 1 ü-thcn bilden eine aus dreitheiligen Doldenlraubenzusammengesetzte grofse Rispe. Der glockenförmigefünfzahnige Kelch ist aufsen weichhaarig.
Die Bl u men kr one ist dreimal länger als derKelch, aufsen behaart. Das Rohr ist stumpf-fünf-seitig; der Saum ist fünftheilig mit eiförmigen stum-pfen auf der obern Seite nur am Rand gewimpertenAbschnitten; der übrige innere Theil der ßlumen-kronc ist glatt. I
Die weifsen glatten Staubfäden sind von der BLänge der aufrechten gelben Antheren. J
Der Fruchtknoten ist mit dem Kelch ver- |-wachsen, eiförmig, oben mit einer fünfhöckerigen |Scheibe bedeckt; der weifse Griffel ragt mit derzweispaltigen etwas dicken grünlichen Narbe kaumaus dem Schlund hervor.
Die Kapsel ist eiförmig-länglich, glatt (lac-vis), ungefähr einen Zoll lang, auf zwei Seiten miteiner Furche versehen und mit den stehenbleiben-den Kelchzähnen gekrönt; sie öffnet sich an derBasis, ist zweifächrig, zweiklappig, vielsaamig..
Nach Herrn v. Hmmbold’s Bericht ist dieserBaum einer der gemeinsten unter den Cinchonen und)> m i t seiner Rinde, die vorzüglich g e-«schätzt ist, wird g r o f s e r Handel getrie-»ben. » (Dumb. 1. s. c.)
Wir tragen daher um so weniger Bedenken,die Rinde dieses Baumes für die gewöhnlichegraue Loxa-China zu erklären, wie diefs be-reits Herr Prof. Goebel in seinem trefflichen Werküber die pharmaceutische Waarenkunde gethan undseine Meinung durch wichtige Gründe unterstüzt hat.
Die gewöhnliche Loxa-China kommt in starkzusammen gerollten Röhren von der Dicke einerstarken Feder bis zu der eines Zolles im Durch-messer vor und man bat sich bereits seit geraumerZeit überzeugt, dafs die dickem Röhren, als dieRinde der ältern Aeste, dir ganz dünnen Röhrenan Wirksamkeit bei weitem übertreffen.
Diese Loxa-China bildet mit der unter demNamen Huanoko-China bekannten Sorte dengröfsten Theil der gewöhnlichen grauen oder brau-nen Chinarinden. Richtiger sind sie die grauenChinarinden genannt und unter der braunenChina möchte ich nur die China de IIu a ma-li es, die wahre Loxa und die dunkle Ja en-china verstehen.
Die gemeine Loxa China unterscheidet sichbesonders durch folgende Merkmale: Die Farbe derOberfläche ist mehr schwärzlich-grau, als braun, oftdurch aufsitzende krustenartige Licbenen blafser oderganz weil's; an den dicken Röhren fehlt es auchöfter nicht an gröfsern häutigen oder fadenförmigenFlechten, doch ist eine solche mit sehr viel Flech-ten besetzte Rinde nicht zu loben. Die Oberflächezeichnet sich ferner durch zahlreiche Q u e r r i s s emit mehr oder minder verdickten Rän-dern aus. Die innere Seile der Röhren ist zimmf—farbig, bei dickem Röhren, oder wo noch etwasSplint anhängt, blafser und mehr gelb. Der Geruchder Rinde ist dumpfig-loharlig, der Geschmacketwas sänerlich-adstringirend und erst später bitter.Wenn man diese Sorte für geringer hält, so kommtdiefs wohl daher, dafs man entweder zu dünneRöhren oder solche anwandte, die mit allzu vielFlechten besetzt waren. Herr von Santen erhieltaus mo Pfd. ganz dünner Röhren nur i Unze schwe-felsaures Chinin; aus íoo Pfd. dicker und schwererStücke aber 11 Unzen dieses Salzes.
Gran.
1
2
- 12 —
3
i
i
4
5
t
28
3 o
47
2j
4 o
4o
allen
Nach Buchholz enthält diese Loxa-China iniG Unzen folgende Bestandlbeile :
Drachme.
Eine fette Materie mit Chlorophyllein bitteres Weichharz - - -
rolhes Chinaharz (veränderter Gerbe-stoff) - - - -
löslicher Gerbestofl - -
Cinchonin - - - -
Chinasäure - - - -
Hartharz mit Phyteumacolla -Gerbestoff mit salzsaurem KalkGummi - - - -
Chinasauren Kalk - -
und etwas Amylum.
(Der gelbe Farbestoff fehlt wahrscheinlich inChinarinden, und es wollte uns auch nicht glücken,ihn aus der Königs-China darzustellen, und wirglauben, dafs die gelbe Farbe von einer sehr ver-dünnten Lösung des rothen Chinaharzes herrührt.)
Man verwechsle nicht mit dieser China-Sortedie wahre Loxa-Rinde, China de Loxa veraGoebel; diese Rinde kommt gegenwärtig nur alsgrofse Seltenheit vor, und ist sehr wahrscheinlichdie Rinde der Cinchona Condaminea. Sieunterscheidet sich durch die mehr bräunliche alsgraue Farbe und durch die charakteristischenb 1 a 1 s - b r a u n e n Warzen auf der Oberflächeder Röhren. (Die auf unsrer Tafel der CinchonaCondaminea abgebildeten Rinden gehören zu derhier beschriebenen gemeinen Loxa-China).
Leichter ist die Verwechslung mit der Chinavon Huanoko, die in der Farbe sehr mit der ge-meinen Loxa —Rinde übereinkommt, doch ist dieseblafser; die Querrifschen sind häufig, aber ihreRänder nicht so aufgeworfen, die dünnem Röhrenerscheinen oft glatt; die innere Fläche ist mehrgelblich-zimmtfarbig ; aufserd cm ist die Rinde freiervon den gröfsern Flechten und man hält sie fürdie beste unter allen grauen China - Rinden. NachGoebel enthält sie in einem Pfund iö8 Gran Cin-chonin ; Herr von Santen fand in den dickemund schwerem Röhren 210 Gran dieses Alkaloids,Von welcher Cinchona -Art übrigens diese Hua-noko-Rinde stammt, ist noch
leicht
bringt
uns Herr B a t k a
zu ermitteln. Viel-der 11m die rich-
verschiedenen Chinasortengerühmtes Werk über die
tige Bestimmung der Mutterpflanzen der verschiede-nen China-Sorten zu erforschen, nach England ge-reist ist, aus der berühmten Lambert’schenSammlung befsere Belehrung mit. (Man sehe übri-gens über alles, was diebetrifft, Goebels obenpharm. Waarenkunde nach!)
A n m. Höchst interessant ist S er t u rn ers neueEntdeckung eines dritten Chinaalkaloids, was er ausdem rothen Chinaharz abgeschieden und Chinoi-din nennt. Da diese Substanz noch gröfsere Wirk-samkeit als die beiden andern C h i n a-A 1 k a 1 o i d ebesitzen soll, so verdient die Sache gewifs diehöchste Beachtung. (S. Brandes Arch. XXX. p. 10G.)
A b b i 1 (I u n g e n.
Hu mb. et Bonpl. Plant, aequinoct. tab. 48 -Trattinick Tabular, tab. 2p 7 .
Erklärung der Tafel,
r. Ein blühender Zweig nach den Plant, aequinoct.
2. Eine Blüthe mit dem Kelch.
3 . Dieselbe ohne den Kelch.
4 - Dieselbe geöffnet.
5 . Der Kelch mit dem Griffel,ö. Die Frucht.
7. Dieselbe, von unten aufgesprungen (nach derFl. per.)