Chi o cocca angu ifuga Mart
(Die Schlangenwidrige Chiococca.)
Chiococca a n g u i f u g a.
Ch. foliis ovatis acuminatis glabris,culatis axillaribus foliosis.
(i h a r. Spec.
racemis pam-
de Martius Mat. mcd. Bras. I. p. 17.Sprengel Syst. Veget. I. p. 756.a Langsdorf 1 . c.
Geiger Pharm. Bot. p. 581.
Die Pflanze wächst in den Urwäldern Bra-siliens, besonders in dem östlichen Theil derProvinz Minas Geraes.
Die Wurzel geht schief oder auch gerade inden Boden; sie ist stielrund, ästig, von der Dickedes Daumens, die Aeste sind zahlreich ausgebreitet,einfach oder wieder ästig; die Epidermis ist blafs-braun, ziemlich dick, glatt oder mit Runzeln oderHöckern bedeckt; die Rindensubstanz ist grün, dasHolz zähe, hart und weifs ; der Geruch der frischenWurzel ist sehr stark, eigenthümlich, scharf undstinkend; der Geschmack ist im Anfang etwas demder Caffee - Bohnen ähnlich, und später wiederekelhaft scharf und erzeugt viel Speichel.
Aus dieser Wurzel kommen mehrere halb-strauchartige aufrechte ruthenförmige schwankeStengel hervor, die eine Höhe von 6-10 Fufs er-langen; sie sind rund, glatt, unten mit einer grauenund oben mit einer grünen Rinde bedeckt, undenthalten ein leichtes weifses Mark ; die Aesle, welchehie und da hervorgekommen, sind gerade ausge-breitet.
Die Blätter stehen gegenständig auf einenkurzen oben gerinnelten Blattstiel, sie sind eiför-mig mit einer breit-keilförmigen oder abgerundetenBasis, lang und scharf zugespitzt, ganzrandig, aufbeiden Seiten glatt, drei bis vier Zoll lang, und an-derthalb bis zwei Zoll breit.
Die Afterblättchen stehen zwischen denBlattstielen, sie sind verwachsen, dick, kurz, anlie-gend, glatt, abgestutzt, und mit einem pfriemen-förmigen Stachelspitzchen versehen.
Die Blüthen stehen in zusammengesetzten Trau-ben in den Winkeln der Blätter. Der gemeinschaft-liche Blüthenstiel ist horizontal-ausgebreitet, von derLänge des Blatts, nach unten stielrund, an der Spitzeeckig, glatt oder an den Ecken weichhaarig; seineAeste sind gegenständig, abstehend, etwas eckig undweichhaarig, an ihrer Basis mit zwei lanzettförmigenDeckblättchen versehen; die einzelnen Blüthenstiel-chen sind nach einer Seite gerichtet, glatt, währendder Blüthe abstehend, dann überhängend. An je-dem Blüthenstielchen findet sich ein kleines pfrie-menförmiges Deckblätlchen.
Der Kelch ist, wie bei den übrigen Arten die-ser Gattung, klein, mit fünf lanzettförmigen spit-zen glatten nach der Blüthe abstehenden, auf derFrucht aber zusammen neigenden Abschnitten.
Die Blumenkrone ist noch nicht bekannt.
Die Beere ist rundlich - zusammengedrückt,glatt und mifst zwei bis drei Linien im Durch-messer. de Martius 1. c.
Die Wurzel dieser Pflanze kommt nach HerrnV. Langsdorf, ebenfalls als Radix Caincae vor.Nach der von Herrn von Martius gegebenen Ab-bildung unterscheidet sich die Wurzel aber von der