Der Cr ¡fiel hat die Länge der Staubgefäfseund ist in drei grofse Narben gespalten
Die Frucht ist ein längliches zusammenge-drücktcs etwas geripptes Aclienium, bei der Keifemit einer federförmigen Haarkrone versehen.
Die oben belchriebene Wurzel ist der grofseBaldrian, R a d i x' Va 1 er i ana e majoris, derOfficinen; sie kommt in ihren Eigenschaften mit demgewöhnlichen Baldrian (Valeriana o ffi ci n a 1 is L.)überein, doch ist sie etwas minder aromatisch.
A um. Eine Verwechslung mit dieser letztemWurzel ist kaum möglich.
Abbildungen.
Hay ne Getr Darst. 111. tab. 33.
Valeriana <
(Der celtische Baldrian oder
C h a r.
Valeriana céltica Lin.
V. floribus triandris (dioicis) racemoso-spicotis; fo-liis cuneato - oblongis obtusis integerrimis .
V. glabra, foliis integerrimus obtusis, radicalibusobovatis caulinis linearibus, caule simplici, flori-bus interrupte. - racemoso — spicatis , fructibus(hirsutis?) ........
A. céltica . . . . . . * .
N a r d u s c e 1 1 i c aV a 1 e r i a n a s a x a t i 1 i s
B e n e n n u u g e n.
Franz. Nard celtique.
Port. Espicauardo céltico.
Der celtische Baldrian ist a uf den höch-sten Alpen besonders auf denen des südlichenDeutschlands und in Piemont einheimisch.
Die per en ni rende Wurzel besteht aus ei-nem schief in der Erde liegenden ästigen Mit-telstock, der mit dachziegelförmig über einanderliegenden blafsbraunen Schuppen, aus der Basis der ab-gestorbenen Blattstiele gebildet, dicht bekleidet ist;aus diesem Milteistock entwickeln sich nach eiuerSeitedie fast einfachen Wurzelfasern. Aus den Spitzen die-ses Mitlelstocks entspringen mehrere Wurzelblätterund ein einfacher Stengel. Diese Wurzelblätter sindlinien-keilförmig stumpf, ganzrandig, glatt: sic laufenin einen Blattstiel herab, dessen Basis schcidcnarlig-erweitcrt ist.
Der Stengel ist einfach, drei bis fünf Zoll hoch,aufrecht, glatt und gewöhnlich nur in der Mitte miteinem Paar gegenständiger sitzender linienförmigerBlätter versehen. Aehnliche nur viel kleinere Blätterstehen am Grund der Blüthenköpfchen.
Die Bl ü then sind sehr klein und bilden einenunterbrochenen Trauben; sic sitzen in wenig-blülhi-gen Köpfchen beisammen, welche an dem untern J heildes Traubcns gestielt sind, an der Spitze aber quirl-förmig ohne Slielchen befestigt sind; diese Köpfchensind mit lanzettförmigen spitzen Decüblättchen vonder Länge des Kelchs umgeben.
Die Kelche, welche mit den unteren Frucht-knoten verwachsen sind, sind rührig und mit einemgezahnten und gewimperten Saum gekrönt.
Die trichterförmige Blumenkrone ist aufsenröthlich, innen gelb mit fünf eiförmigen spitzen Ab-schnitten. Diese Blüthen sollen zweihäusig sein ; nachunsern getrockneten Exemplaren war diese Sachenicht mit Sicherheit zu entscheiden, doch schienen unsan dem blühenden Exemplar die Fruchtknoten nichtausgebildet.
Erklärung der Tafeln.
A. i. Eine blühende Spitze des Stengels.
2 . Z,wei Blätter aus der Mitte des Stengels.
3. Eine ganze Blüthe, vergröfsert.
4. Eine Blumenkrone, geöffnet.
5. 6 . Vierfächrige Staubbeutel, von unsern culti—
virten Exemplaren.
7 . Der Fruchtknoten, vergröfsert.
8 . Die Deckblättchen.
9 . Eine reife Frucht.
B. Die Wurzel mit den Wurzelblättern.
eltica Lin.
celtische Narde oder Speik.)
Spec.
Lin. Mat. med. ed Sehr. p. 4 2 *— Spec. pl. 4h.
Dec. Prodr. Regn. veg. IV. p. 636.
Willd. Spec, plant. 1. p. 178 .
Pe o ein. et Schult. Syst Veg. 1. p. 358.
Mert et Koch Deutsch!. Fl. 1. p. 396 .
Bluffet Fingerh. 1. p. 445.
Dec. Fl. fr. n. 3322.
Rieh. Bot. med. (Deuts. Uebers.) p. 661 .
Geiger Pharm. Bot. p. 396 .
N. et Eb. Handb. 11. p. 797 .
C. Bau h. Pin. i65.
Vi liars Fl. Delph. (ex Decandollio ).
Die drei Staubgefäfse sind kürzer als dieBlumenkrone.
Die Achenien (die Früchte) sind glatt (nichthaarig wie es bei De can dolle keifst) undmit einer fadenförmigen Haarkrone versehen.
Die oben beschriebene AWirzel war früher unterdem Namen S p i c a céltica oder Nardus célticaoificinell. Die Schuppen des Mittelstocks sind im ge-trockneten Zustand blasser als die dünnen braunenWurzelfäsern. Der Geruch und Geschmack ist demdes gewöhnlichen Baldrians sehr ähnlich, aber an dernicht veralteten Wurzel noch weit stärker unddurchdringender, so dafs dieses sehr wirksameMittel gewifs mehr berücksichtigt zu werden ver-diente.
A n in. Unter den verw andten Arten dieser inte-ressanten Gattung müssen wir hier besonders auf Va-leriana sa xa t i 1 is Li n. aufmerksam machen. DiesePflanze hat gleiches Vaterland und ebenfalls einesehuppige Wurzel, welche aher einen minder aroma-tischen und noch unangenehmem Geruch besitzt; auchist diese Art in allen Theilen viel gröfser und die Blü-then bilden einen sparrig-ausgebreiloten Trauben. —Valeriana Saliunca All. hat ebenfalls eine sehraromatische Wurzel; sie wächst auf den höchsten Al-pen , bildet dichte Rasen und der ßlüthenstand istkopfförmig. — Die verwandte V. s u p i n a A r d. zeich-net sich dagegen durch ihre fast geruchlose Wurzel aus.
Abbildungen.
Wulfen in Jacq. Collect. I. tab. 24 .
E r k 1 ä r u ia g de r T a f e 1.
1 . Eine blühende Pflanze.
2 . Eine fruchttragende Pflanze.
3. Ein Blüthenköpfchen vergröfsert.
4 . Eine Blüthe besonders.
5. Der Grill'd.
6 . Der Fruchtknoten.
7 . Die Frucht in natürlicher Gröfse.
8 . Dieselbe vergröfsert.