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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Scheibe ist dicht mit kleinen gelben Sclieibenblüth-chen besetzt.

Der Fruclitboden ist kegelförmig gewölbt,aber viel dicker als bei der ächten Kamille undmit zahlreichen, sehr schmalen, fast borsten-förmigen Spreublättchen besetzt.

Die Achcnien sind verkehrt, eiförmig, an derSpitze abgestutzt, ohne häutigen Rand durch Längs-furchen, und kleine Hökeichen runzlich, blafsgelb-lich-grair.

Die Blüthen dieser Pflanze zeichnen sich durcheinen sehr starken widrigen Geruch aus, den siebesonders beim Zerreiben derselben, auch im ge-trockneten Zustand, entwickeln; der Geschmack istunangenehm, etwas scharf, ohne Bitterkeit. Auchim Kraut ist ein ähnliches Aroma.

Man sammelte früher die Blüthen, welche un-ter dem Namen Flores Cotulae foetidae s.Chamomillae foetidae officinell waren; sie ver-dienten auch wohl bei ihrem starken Geruch einenähere Berücksichtigung.

Von der ächten Kamille unterscheiden sich dieseBlumen besonders durch die Spreublättchendes Fruchtbodens und durch ihren üblen Ge-ruch, auch sind sie etwas gröfser. Wir glaubenübrigens, dafs eine Vermischung der Kamillen mit

diesen Blumen überhaupt nur sehr selten und beiuns gar nicht Vorkommen wird. Am häufigstenmöchte wohl eine Verwechslung mit den sehr ähn-lichen Blüthen des Chrysanthemum (Pyre-thrum) inodorum L. eintreten. Die An-themis arvensis L. ist durch ihren sparrigenbehaarten Stengel und die bedeutend gröfsern Blü-llien schon so von der ächten Kamille verschieden,dafs keine Verwechslung beider Pflanzen möglich ist.

, Abbildungen.

Flora danica tab. 1179.

Hayne Getr. Darsl. 1 . lab. b.

Erklärung der Tafel.

1. Eine blühende Pflanze.

2 . Eine Blüthe (calathium).

3 . Der gemeinschaftliche Kelch (pericliniumj.

4 . ZAvei Kelchschuppen.

5 . Eine derselben, vergrössert.

6. Ein Strahlblüthchen.

7. Dasselbe, vergröfsert.

8. Ein Fruchtboden mit Blüthchen und Spreu-blättchen , vergröfsert.

9 . Die Spreublättchen (paleae).

10. Ein achcnium, in natürlicher Gröfse.

11. 12. Dasselbe, vergröfsert.

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