Scheibe ist dicht mit kleinen gelben Sclieibenblüth-chen besetzt.
Der Fruclitboden ist kegelförmig gewölbt,aber viel dicker als bei der ächten Kamille undmit zahlreichen, sehr schmalen, fast borsten-förmigen Spreublättchen besetzt.
Die Achcnien sind verkehrt, eiförmig, an derSpitze abgestutzt, ohne häutigen Rand durch Längs-furchen, und kleine Hökeichen runzlich, blafsgelb-lich-grair.
Die Blüthen dieser Pflanze zeichnen sich durcheinen sehr starken widrigen Geruch aus, den siebesonders beim Zerreiben derselben, auch im ge-trockneten Zustand, entwickeln; der Geschmack istunangenehm, etwas scharf, ohne Bitterkeit. Auchim Kraut ist ein ähnliches Aroma.
Man sammelte früher die Blüthen, welche un-ter dem Namen Flores Cotulae foetidae s.Chamomillae foetidae officinell waren; sie ver-dienten auch wohl bei ihrem starken Geruch einenähere Berücksichtigung.
Von der ächten Kamille unterscheiden sich dieseBlumen besonders durch die Spreublättchendes Fruchtbodens und durch ihren üblen Ge-ruch, auch sind sie etwas gröfser. Wir glaubenübrigens, dafs eine Vermischung der Kamillen mit
diesen Blumen überhaupt nur sehr selten und beiuns gar nicht Vorkommen wird. — Am häufigstenmöchte wohl eine Verwechslung mit den sehr ähn-lichen Blüthen des Chrysanthemum (Pyre-thrum) inodorum L. eintreten. — Die An-themis arvensis L. ist durch ihren sparrigenbehaarten Stengel und die bedeutend gröfsern Blü-llien schon so von der ächten Kamille verschieden,dafs keine Verwechslung beider Pflanzen möglich ist.
, Abbildungen.
Flora danica tab. 1179.
Hayne Getr. Darsl. 1 . lab. b.
Erklärung der Tafel.
1. Eine blühende Pflanze.
2 . Eine Blüthe (calathium).
3 . Der gemeinschaftliche Kelch (pericliniumj.
4 . ZAvei Kelchschuppen.
5 . Eine derselben, vergrössert.
6. Ein Strahlblüthchen.
7. Dasselbe, vergröfsert.
8. Ein Fruchtboden mit Blüthchen und Spreu-blättchen , vergröfsert.
9 . Die Spreublättchen (paleae).
10. Ein achcnium, in natürlicher Gröfse.
11. 12. Dasselbe, vergröfsert.
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