ticlteii Bîüthen im Anfang überhängend, dann auf-recht stehen.
'Die Kelcliblättchen sind lineal-lanzettför-mig, aufrecht, wie die Blätter borstig — behaart, zu-weilen fast so lang als die Bluinenkrone ( 8-10 Li-nien lang).
Die rührige Blumenkrone ragt mit bauchigerweitertem Saum hervor, sie ist gelblich-weifs und•weichhaarig*, der Saum besteht aus fünf eiförmigenkurzen abstehenden Zähnen.
Die Staubgefäfse neigen in einem Kegelzusammen; die S t au b b e u t e l sind länglich, amGrund pfeilförmig, blafs-gelb, mit den häutigenSpitzen so lang als die Blumenkrone, ganz glatt.
Der Griffel ragt mit der etwas verdicktenNarbe hervor. Die Früchte sind bei der Reife grau,glatt und glänzend.
Die Wurzel kommt in ihrer dunkelrothenRindemit der der Alkanna tinctoria überein undwird nach Decandolle auch in Frankreich ge-
sammelt und wie die der Alkanna tinctoriabenutzt.
Anra. Wir haben bei dieser Darstellung ein igesehr vollständige Exemplare benutzt, der Herr Dr.Al. Braun bei Wien gesammelt und nns güiigstmitgetheilt hatte.
Abbildungen.
Jaccp Fl. Austr. tab. 2g5.
Plenk Plant, med. tab. 81 .
Erklärung der Tafel.
1. Die blühende Pflanze mit einem Stück der Wurzel.
2 . 3. Die Wurzelblätter.
4. Die Spitze eines Blattes, vergröfsert.
5 . Ein Stückchen eines Astes, ebenso.
(i. Eine Blüthe in natürlicher Gröfse.
7 . Eine geöffnete Blumènkrone.
8 . Die vier Fruchtknoten mit dem Griffel auf der
gynobasischen Scheibe, wie die vorhergehendeFigur stark vergröfsert.
Onosma arenarium W. et K 1 1.
(Die S a n d - L o t w u r z.)
Char. Spec.
Onosma arenarium W. et K.
O. (perenne,) radice multiplici, caulibus ramosis ad-scendentibus setoso-hispidis (viridibus); foliisradicalibus lineari-lanceolatis setosis superio-ribus ovato - lanceolatis; filamentis antherismargine scabris duplo brevioribus.
O. arenarium.
Diese Art kommt in mehrern Gegenden dessüdlichen Deutschlandes, auch an den Ufern desRheines vor, wo die vorhergehende nie angetrof-fen wird.
Sie ist dieser so ähnlich, dafs sie leicht mitihr verwechselt werden kann ; doch halten wir siemit dem berühmten Verfassern der deutschen Flora füreine wirklich verschiedene Art, welche sich durchfolgende Merkmale unterscheidet:
Die Wurzel ist ästig und vielköpfig,g elb 1 i ch - w e i fs, ohne Spur einer rothenRinde, dabei dauert sie mehrere Jahre.
Die Stengel, deren mehrere, aus einer Wur-zel kommen, sind aufsteigend, grün, nicht violett.
Die Zähne an dem Saum der Blumenkronesind etwas länger und mehr eiförmig.
Die Staubbeutel haben etwas längere Spit-zen und sind am Rand etwas schärflich.
Anm. Wir nehmen hier eine getreue Abbil-dung dieser Pflanze nach lebenden Exemplaren desbot. Gartens auf, um der Verwechslung zu begeg-
VValdst. et Kit. Pl. rar. Hung. III. p. 3o8.lloem. et Schult. Syst. Veget. IV. p. 58.Schult. Oestr. Flora. I. p. 358.
Mert, et K. Deutschi. Fl. II. p. 84-
nen. Auch scheint uns dieser Mangel des rothenFarbestoffs in der Rinde bei einer sonst so sehrnahe verwandten Pflanze in physiologischer undchemischer Hinsicht wichtig genug, um diese Auf-nahme zu rechtfertigen.
Abbildungen.
Wald st. et Kit. 1. c. tab. 27 g.
Erklärung der Tafel.
1 . Ein blühender Stengeh
2 . Die Wurzel.
3. Eine Blumenknospe.
4. Die Blumenkrone.
5. Dieselbe geöffnet und stark vergröfsert.
6 . Die Fruchtknoten mit dem Griffel, vergröfsert.
7 . Eine reife Frucht, in natürlicher Gröfse.
8 . Dieselbe, vergröfsert.
g. Die vier Früchte beisammen.
io. Ein Stückchen eines Astes, vergröfsert.