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Die Färberalkan na wächst im südlichenFrankreich, nach Sib thorp auch im Pelo-pones und auf Cypern.
Die W urzel ist ausdauernd, stark, vielköpfig,holzig mit dunkelrother Rinde.
Die Stengel deren immer mehrere aus dersel-ben Wurzel kommen, sind aufsteigend, stielrund,wie die ganze Pflanze mit langen rauhen weifsenHaaren bekleidet, (an den vorliegenden Exemplarenaus Frankreich) selis bis acht Zoll lang, unten ein-fach, nach oben zweitheilig-ästig.
Die Wurzelblätter sind lanzettförmig, gegendie Basis hin stark verschmälert , ganz randig,stumpf, sehr rauhhaarig, graugrün, bei einer Längevon vier Zoll an der Spitze ungefähr vier Linienbreit.
Die Stengelbätter sind im Verhällnifs vielkleiner, spitzer, länglich, fast gleich breit,’ sehrstumpf, in der Nähe der ßlüthen mehr eiförmig.
Die Blüthen stehen in einer vor der Blüthe-zeit zurückgerollten Aehre, wie diefs bei allen äch-ten Asperfolien zu seyn pflegt; nach dieser Zeit bil-den sie eine einseitige Traube.
Der Kelch ist in fünf lanzettförmige spitzerauhhaarige Abschnitte getheilt, die so lang sindals das Blumenrohr.
Die Blumenkrone ist trichterförmig, glatt;das Rohr ist am Schlund etwas erweitert und rolh;der Saum ist in fünf abgerundete gleiche himmel-blaue Abschnitte gespalten. In dem obern Theil desBlumenrohres sind fünf Staubbeutel auf sehr kurzenTrägern eingeschlossen. Zwischen diesen stehensehr kleine stumpfe Schuppen, die weder hervor-ragen noch den Schlund schliefsen, so dafs diePflanze defshalb weder zu An chus a noch zu Li-thospermum, wo diese Schuppen ganz fehlen,gezogen werden kann.
Zwischen den vier Fruchtknoten steht ein glatterGriffel, der sich in eine kopfförmige Narbe endigt.
Die Früchte sind gekrümmte gelblich - braunesehr höckrige und runzliche Nüfschen (eremi);oewöhnlich bildet sich nur eins oder zwei davon aus.
O
Die Wurzel ist die Radix Alkannae der Offi-cinen: Sie kommt gewöhnlich in fingerdicken kur-
zen oft gebrochenen oder mit dem Wurzelkopf ver-sehenen Stücken vor, die aus der losen gleich-sam schuppigen dunkel violettrolhen Rinde be-stehen, welche einen weifslichen holzigen Kern ein-schlicfst. — Diese Wurzel ist ohne Geruch, vonfadem etwas adstringirendem Geschmack. Die rotheRinde enthält als Hauptbestandteil ein rothesFarbharz (Pseudo alkanin) wodurch sie zum Fär-ben von geistigen und öligen pharmazeutischen Prä-paraten geschickt wird.
Sollte eine mit Fernambuk gefärbte fremde Wur-zel dafür gegeben werden, so läfst sich dieser Bel rügschon durch die Löslichkeit dieses Farhestoiles imWasser unterscheiden.
Abbidung e n.
Hayne Getr. Darst. Vol. X. tab. n.
Erklärung der Tafel.
1. Die blühende Pflanze mit einem Stück der Wurzel.
2. Die Wurzelblätter.
3. Eine getrocknete Wurzel.
4 . Die Blüthe mit dem Kelch.
5 . Die Blumenkrone.
G. Der Kelch mit dem Griffel.
7. Die Blüthe mit dem Kelch, stark vergröfscrt.
8. Eine der Länge nach geöffnete Blumenkrone.
9. Ein Kelch mit der Frucht, vergröfscrt.
10. Zwei Früchte mit dem Griffel, in natürlicher
Gröfse.
11. Eine Frucht, stark vergröfscrt.