Oberlippe ist gerade, gewölbt, stumpf, ganz; dieUnterlippe ist dreilappig mit zwei kurzem stumpfenSeitenlappen und einem grofsen zweispaltigen End-lappen.
Die Staubgefäfse’ sind kürzer als die Ober-lippe. Auf den glatten Staubbeuteln finden wirhie und da eine kleine weifse punetför-m i g e Drüse.*)
Der Griffel ist kürzer als die Staubfäden. DieFrüchte sind dreieckig, braun grubig und rauh.
Die Blätter dieser Pflanze werden in Rufslandmit den Blüthen eingesammelt und diese HerbaBallotae lanatae kommt auch schon bei uns imHandel vor. Der Geruch ist unbedeutend, der Ge-schmack sehr bitter. Nach Grafs mann enthältdieses Kraut einen bittern stickstoffhaltigen Extrac-tivstoff mit eisengrünendem Gerbestoff und Zucker.Man rühmt es als ein kräftiges Diureticum.
Abbildungen.
Gmelin. Sib. III. tab. 34 *
Mir bei. Ann. du Muss. XV. tab. 18. fig. 20.
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Erklärung der Tafel.
1. Die blühende Spitze des Stengels.
2. Eine Blüthe von der Seite gesehen.
3 . Ein Kelch mit dem Deckblättchen, vergröfsert.
4 . Ein Stück von dem Blumenrohr mit den Staub-
gefäfsen.
5 . Ein Staubbeutel von hinten,
6. Derselbe, von der Seite gesehen.
7. Die vier Fruchtknoten mit dem Griffel, in na-
türlicher Gröfse.
8. Ein Nüfschen, vergröfsert.
*) In unserm Handbuch (1. s. c.) haben wir diese Drüsen, die zum Gattungscharacter gehören, als dieser Art fehlendangegeben. Bey einer wiederhohlten Untersuchung fanden wir in unsern getrockneten Blüthen diese erhabenePuncte« , doch nicht auf allen Antheren.