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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Die Blätter stehen auf kurzen, am Grundscheidenartigen Blattstielen, sind rund, herzförmig,in eine kurze stumpfe Spitze auslaufend, ganzran-dig, lederartig, glatt, dunkelgrün, mit mehr oderminder rothen Nerven.

Die Blüthen stehen in langen einfachen auf-rechten Trauben an den Spitzen der Zweige; siesind klein, weifs, riechen ivie Kirschblüthen undsitzen auf kurzen einfachen besonderen Blüthen-stielchen an den Trauben an. Die Bl ü t h en h ül 1 eist in fünf eiförmige ganz stumpfe Abschnitte ge-theilt und ausdauernd. Die acht Staubfädensind am Grund etwas verwachsen. Die Antherensind rundlich, aufliegend (versatiles).

Der Fruchtknoten ist dreiseitig, länglich,nach beiden Seiten verdünnt. Die drei Griffelkrümmen sich gegeneinander. Die Narbe ist drei-lappig.

Die Fruchttraube ist überhängend; dieFrüchte sind verkehrt-eiförmig von der Gröfseeiner kleinen Kirsche, purpurroth, bereift und ander Spitze etwas genabelt von der Spur der ver-wachsenen Abtheilungen der Blüthenliülle; sie ent-halten ein weiches saftiges rothes Mark von ange-nehmen süfs-säuerlichem Geschmack. Die nufs-artige Caryopse ist, nach Jacquin, halb-drei-fachrig. Der S a a m e n hat die Gestalt der Caryopse.

Das rothe Holz dieses Baums färbt das Wasserrolh, wie Jacquin a. a. 0. bemerkt. Sloanesagt, dafs die Saamen sehr adstringirend seyeu. Voneinem rothen Gummi, oder einem daraus bereitetenExtract, ist aber bei beiden Autoren nicht die Rede.

Nach Dunk an (New Edinb. Dispensat.) kommtdas Westindische Kino von dieser Pflanze,doch ist diese Annahme noch sehr zweifelhaft. Die-

ses Kino soll aus kleinen schwarzbraunen glänzendenStücken bestehen, in denen man kleine Lufibläschenbemerkt. Das Pulver ist röthlichbraun, der Ge-schmack adstringirend aber etwas säuerlich. GegenWeingeist und Aether verhält es sich wie das afri-kanische Kino. In Wasser ist es aber etwas weni-ger löslich ; die Lösung wird durch Eisensalze blau-schwarz gefällt, worin es mit dem Kino aus But eafrondosa übereinstimmt.

Anm. Wir haben bei dieser Darstellung einuns gütigst mitgetheiltes Exemplar der Koppenha-gener Sammlung und die Abbildungen von Jac-quin und Gaertner benutzt.

Abbildungen.

Jacq. Stirp. Amer. ed. I. tab. 73.

Lam. Illustr. Gen. tab. 3i6.

Erklärung der Tafeln.

1. Ein blühender Zweig.

2. Eine Blüthe, von der Seite,

3. Dieselbe, von oben gesehen, beide in natürli-

cher Gröfse.

4. Eine Blüthe.

5. Ein Staubgefäfs, von vorn,

6. Dasselbe, vom Rücken gesehen.

7. Der Fruchtknoten mit den Griffeln.

8. Der Pollen, alle Figuren sehr stark vergröfsert.g. Die Frucht.

10. Dieselbe, der Länge nach durchgeschnitten,it. Dieselbe, im Querdurchschnitt.

12. Der Saamen, von unten,

13. Derselbe, von der Seite gesehen.

14. Eine Fruchttraube.