langer als breit ; sie sind von fünf sehr starkenrunden rothen Rippen durchzogen. Im wilden Zu-stande sollen diese Blätter und die ganze Pflanzeverhältnifsmäfsig kleiner seyn, bei der Cultur zeigensi cli schon an jungen Pflanzen Blätter, welche überi í Fuss breit und etwas länger sind. Am Stengelsind die Blätter viel kleiner, aber selbst in der Näheder Blüthen noch gestielt.
Die Blüthen sind wie bei allen Arten dieserso übereinstimmenden Gattung klein und in grosserAnzahl in zahlreichen langen Trauben an der Spitzedes Stengels geordnet. An den Aesten dieser Trau-ben sind kleine, trockene, scheidenartige Deckblätt-chen.
Die Blüthen sind etwas kleiner als bei den übri-gen in diesem Werk sehr vollständig dargestelltenRhabarberarten und zeichnen sich durch ihre ro-the Farbe sehr aus.
Die Blättchen der Blüthen hülle sind ellip-tisch, die innern breiter nnd stumpfer.
Die Staubfäden sind an der Basis etwas ver-wachsen.
Der Fruchtknoten ist dreiseitig; die Narbensind breit, schildförmig, purpurroth.
Die dreiseitige geflügelte Frucht ist bei derReife braun und die Saamenschale »enthält sehr vielbraunrotheu Farbestoff.
Es ist durch die Nachrichten der EnglischenNaturforscher aufser allein Zweifel, dafs die Wurzeldieser Pflanze als Rhabarber gesammelt undversandt wird. Bei der grofsen Aehnlichkeit aber,welche diese Wurzel mit der des Rheum palma-tum und Rh. hybridum zeigt, sind wir geneigt 'anzunehmen, dafs diese drei Arten und nichtblofs das Rheum australe eingesammelt werde.
Lieber die chemischen Bestandteile haben wirdurch Herr Prof. Buchner nähere Aufschlüsse
erhalten. Der wirksame Bestandtheil ist ein reinbittrer Extractivstoff (Rhabarbarin) und beträgt un-gefähr 23 pCt, Aufserdem ist ein gelbes Harz vor-handen und Spuren von eisenbläuendem GerbestoffDurch den Mangel des eisengrüuenden Gerbestoffsunterscheidet sich die Rhabarber besonders von derRadix Lapathi acuti (R. obtusi folius), in derein ähnlicher Extractivstofl, das Lapathin enthal-. ten ist. (S, ßuehu. Repert. Vof XXXVIll).
Abbildungen.
Hayne Getr. Darst. Xll. n. (i.
Erklärung der Tafel.
V
A. l. Ein blühender Zweig mit einem Blatt von
Rheum australe Don in natürlicher Gröfse.
2. Eine Blüthe von der Seite,
3 . Eine andere von oben gesehen.
4 . Drei Staubfäden mit der verwachsenen Basis.
5 . Der Fruchlknoten mit den Narben,ö. Derselbe querdurchschnitten.
7. Die Frucht.
8. Dieselbe im Querdurchschnitt.
g. Dieselbe der Länge nach durchschnitten.
10. Der Saame.
11. Ein Stückchen des Blüthenastes mit den Deck-blättchen.
Die Figuren 2—11 sind sämmtlich vergröfsert.
B. 1. Die Wurzel.
2. Querdurchschnitt derselben.
3 . Ein Wurzelblatt.
4 . Querdurchschnitt des Blattstiels.
5 . Ein Stückchen des Blattes von der unternSeite.