rcchl-abstehende Aoste getheilt, nach unten stiel-rund und glatt, nach oben, wie die Aeste, gefurchtund weichhaarig.
Die Wurzelblätter sieben auf langen Blatt-stielen und sind gewöhnlich kleiner als die nächst-folgenden; diese stehen ebenfalls auf langen ge-furchten fast runden, oben nur etwas flachen Blatt-stielen; das Blatt selbst ist an der Basis herzförmig,länglich-lanzettförmig, etwas wellig, kaum merklich-gezähnelt, oben glatt, unten- an dem Gefäfsnetzweichhaarig; die obern Blätter sind kurz gestielt,schmäler und mehr lanzettförmig und stärker wel-lig, oft fast kraus.
Die Blüthenquirle bedecken in grofserMengedie Spitzen des Stengels und alle Aeste desselben ;sie sind ohne Blätter (aphylli) aber mit sehrkleinen häutigen Deckhlättchen versehen. Die Blü-tliensticle sind gegliedert und etwas behaart.
Die Blut h en hülle ist klein, grün, wie, beiallen verwandten Arten; die drei innern Klappenderselben sind eiförmig, stumpf, während derBlut he ganzrandig und fast von gleicherGröfs e.
Die blafs gelben Staubbeutel stellen auf sehrdünnen kurzen Staubläden, sind kaum länger alsdie ßlüthenliülle.
Der dreiseitige glatte Fruchtknoten trägt dreiweifse pinselförmige Narben.
Nach der Blüthezeit wachsen die in-nern Klappen der Blütli en hülle bedeutendheran, die eine (innere) wird noch einmalso grofs als die beiden andern und allebekommen am Rand kurze aber breite undspitze Zähnchen und eine Schwiele (gra-nulum) auf dem Rücken.
Die Früchte brachten zwei Sommer nach ein-ander an unserer Pflanze keine ausgebildeten frucht-baren Saamen.
Die Wurzel dieser hier zuerst abgebildetenArt, steht der des R. obtusifolius L. zunächst,und kommt wahrscheinlich auch als Rad. Lapa-thi acuti in den Officinen vor. Nach Martius
¡ (1. c. ) verhält sich der gelbgrüne Absud der Wur-zel gegen Reagenten folgendermaafsen: Das schwe-felsaure Eisenoxyd bringt eine schmutzig-grüngelbeFarbe hervor, Aezammonium ändert die Farbe inbraunroth, kleesaures Ammonium bewirkt einen sehrgeringen Niederschlag, das schwefelsaure Kupfer er-zeugt nach zwölf Stunden einen weifsen flockigenNiederschlag, salpetersaures Silber braunröthliche Fär-bung und Ablagerung von braunen Flocken, Gallus-tinctur bewirkt schwache Trübung mit Absetzungvon weifsen Flocken. Es ist uns übrigens sehr wahr-scheinlich, dafs hierin das Decoct der Wurzeln vonden nahe verwandten Arten übereinstimmen wird.
Anm. Wir haben zu dieser Darstellung einePflanze benutzt, die sich bis jetzt nur als die ein-zige in unserer Nähe und zwar an einer Stelle fand,wo sehr viel R. obtusifolius vorkommt. Wirliefsen die Wurzel im Sommer i83o aus der Erdenehmen und zeichnen. Nach acht Tagen wurde sieder Erde w ieder vertraut und brachte im Herbst nocheinmal blühende Stengel. In diesem Frühjahr (i83i)trieb sie sehr üppig mehrere Stengel, blühte reich-lich, setzte aber dennoch keinen fruchtbaren Saamenan. Man kann hieraus die Dauerhaftigkeit dieserPflanzen ermessen, anderntheils aber auch auf dieVermutliung kommen, dafs diese Art eine hybrideaus R. crispus und R. obtusifolius entstandeneForm sei.
Erklärung der Tafeln.
A. i. Fine blühende Spitze des Stengels.
2. Ein unteres Stengclblalt.
3. Ein Aestchen mit Früchten, in natürlicherGröfse.4» Eine Blumenknospe.
5. Eine Blüthe von vorn,
6. Eine andere von hinten gesehen.
7. Ein Staubgefäfs.
8. 9. Der Fruchtknoten mit den Griffeln.
10. 11. Die fruchttragenden Blülhen, so gezeichnet,dafs man die gröfsere Klappe sieht.
12. Eine andere, von der Seite der kleinen Klappen.B. Die Wurzel mit einem Durchschnitt und zweiWurzelblättern.