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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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lang als die BlülhenhüIIc; wir finden gewöhnlicheine Lange von ungefähr zwei Linien.

Lie ßliilhcnhüilc ist weifs, bis nahe andie Basis in sechs ovale, ziemlich stemple, auf bei-den Seiten seidenartig-behaarte Abschnitte getheilt,welche eigentlich zwei Kreise (verticilli) einen äu-fsern und einen innern bilden.

Die S t a ubgefäfs e sind etwas kürzer als dierdiithenhülle; die Staubfäden tragen an ihrer brei-tem Spitze die vier gesonderten Anlherenfächer, diesich mit einer aufsteigenden Klappe öffnen; sechsderselben stehen den Abtheilungen der ßlüthenhüllegegenüber und öffnen ihre Antheren nach innen,bei den drei innern sind dagegen die Antheren nachanfsen gerichtet. Jedes dieser innern Staubgefäf'seist am Grund, mit zwei gestielten kopfförrnigen Drü-sen versehen, drei ähnliche, aber mehr pfeilförmiger und deutlicher auf dem Rücken gewimpert, ste-hen mit diesen abwechselnd und mehr nach innen.So ist also ein doppelter Kreis in der ßlüthenhülle,in den fruchtbaren Staubgefäfsen und nur undeut-licher auch in diesen Staminodien vorhanden.

Der Fruchtknoten ist eiförmig, glatt. DerGriffel hat die Länge der Staubgefäise und dieNarbe ist scheibenförmig, etwas dreiseitig. Die reifeFrucht ist im Ganzen ungefähr sieben Linien lang,am Grund von einer lederartigen, ruuzlichen, stumpf-scchszähnigen Hülle umgeben, die aus dem Blüthen-rolir und der ßasis der Abtheilungen der ßlüthen-hülle gebildet wird, welche nach der Blüthe stehenbleibt und mit dem Fruchtknoten heranwächst. DieBeere selbst ist einsamig, im getrockneten Zustandeoval mit einem kurzen Spitzclien, wenig runzlich,gelblich-braun.

Der Geruch der Rinde ist ziemlich stark, zimmt-artig; die Blätter riechen doch schwach nach Nel-ken; die unreifen Früchte besitzen einen geringenZimmtgeruch mit etwas Nelkengeruch gemischt; deräufsere Theil der Beere scheint ohne Aroma zusejn.

Wir nehmen diesen Baum hier nach den unsvom Herrn Dr. Wallich gütig vertrauten Exempla-ren auf, weil wir ihn erstens als die Grundform desZeylonischen Zimmlbaumcs betrachten, dann wirdauch die Rinde nach Hamilton in Ostindien gesam-

sclt und als eine geringere Sorte Zimmt an dieMahamedanischen Völkerschaften verkauft. Es istuns daher auch sehr wahrscheinlich, dafs von die-sem Baum, wie ebenfalls Hamilton sagt, unsre soge-nannte Cassia lignea abstamme; damit stimmtdenn auch die dunkelbraune Farbe der wildgewach-senen Zweige und ihrer Rinde im Innern überein,welche wir an der hier dargestelllen Abart und anunsern Exemplaren von Cin. Tarn ala wahrnehmen.Es scheint sich diese braune Farbe durch die Kul-tur zu verlieren, wie das hier ahgebildele Exemplaraus dem bot. Garten in Calcutta beweifst. Zudemist der Geschmack der Rinde dieses Cin. zeylanicivar. Cassia schleimig, was nebst der dunklerenFarbe und der grofsen Dicke der Röhren die Cas-sia lignea von der Z i m m l k a s s i a unter-scheidet.

Abbildungen.

Bur mann Tlics. -zeyl. tab. 28.

Erklärung der Tafel.

1 . Ein blühender Zweig.

2. Ein Blatt von der unteren Seite.

3 . Ein Stück eines Aestchens, von einem wilden(nicht cultivirten) Baum.

4 . Eine Blüthe.

5 . Dieselbe, vergröfsert.

6. Ein Blättchen an der ßlüthenhülle.

7 . Dasselbe, vergröfsert.

8. Dasselbe, von innen gesehen.

g. Eine Blüthe, ausgebreitet und vergröfsert.

10. Ein Blättchen mit einem der äufsern Staubgefäfse.

11. Ein Staobgefäfs der zweiten Ordnung, mit zweiDrüsen und einem der innersten Staubgefäfse.

12. Der Fruchtknoten mit dem Griffel.

1 3 . Eine ganz junge Frucht, in natürlicher Gröfse.

1 4 . Eine ältere.

1 5 . Eine reife Frucht.

16. Dieselbe, ohne den Kelch.

17. Eine Knospe, vergröfsert.