dich ten Mittelpunkt und einen strohligen durch-sichtigen breiten Rand; sind als verwachsene Stern-haare zu betrachten; sie bekleiden alle ßliilhen-theile, so dass nur die Blumenblätter zum Theilund die Staubfäden nnd Griffel davon frei sind.Oie grossem Blätter sind bei anderthalb Zoll inder Breite, zwei und einen halben bis drei undeinen halben Zoll lang.
Die Blüthen bilden einfache Trauben in denWinkeln der Blätter und an den Spitzen der Zweige;diese bestehen grösstenlheils aus männlichen Blü-then, so dass wir nur sparsam am Grund derTrau-ben hier und da eine weibliche Blüthe bemerken.Oie Trauben sind ungefähr einen bis anderthalbZoll lang, nicht länger als das Blatt, in dessenWinkel sie entspringen; die besondern ßlüthen-stielchen sind drei bis vier Linien lang.
Der Kelch ist in fünf eiförmige fast stumpfeAbschnitte getheilt, welche nur innen von denSchuppen entblösst sind. Die kleinen ovalen Blu-menblätter sind so lang als der Kelch, weiss, amRand dicht gewimpert, innen schwach behaart,aussen schülferig (lepidota).
Die zehn Staubgefässe sind vor der Blütheeingekrümmt, etw as länger als der Kelch, am Grundgewimpert; die zweifächrigen ovalen Anlheren sindetwas über der Basis angeheftet.
Der eiförmige stumpfe, dicht mit Schuppenbedeckte Fruchtknoten trägt drei Griffel, diein mehrere fadenförmige Theile gespalten sind,(stigma multipartitum); er ist drcifächrig mit einemEichen in jedem Fach.
Die Frucht ist eine dreifächrige dreiklappigcKapsel von ungefähr vier Linien im Durchmesser.Jedes Fach enthält einen ovalen schwarzen gelb-gefleckten Saamen 3 ^ Linien lang und 2| Linienbreit, welcher einem kleinen Ricinus-Saamen eini-germaassen ähnlich ist.
Von dieser neuen Art unterscheidet sich dernahe verwandte Groton micans Swarz ausJamaica durch folgende Merkmale: die Blätter sindlänger zugespitzt, und minder herzförmig ; die ßlü-thentrauben sind mehr endständig und länger;die weiblichen Blüthen sind ohne Blumenblätterund diese sind zottig behaart. — Wir fügen zumVergleich eine Abbildung dieser Art nach einemFxemplar aus der Koppenhagner Sammlung bei.—
Die Rinde des Croton ¡’seudo-China istin Mexiko als Quina blanca bekannt, undkommt auch bei uns unter dem Namen CortexCopalki vor* wird auch bereits der sehr naheverwandten Cascaril-Rinde untergeschoben. Wirbesitzen diese Rinde theils in übereinander geroll-ten Röhren von der Dicke eines Fingers, theilssind die Stücke rinnenförmig und fast einen Zollbreit. Die Dicke der Rinde beträgt eine bis zweiLinien. Die Oberfläche ist gewöhnlich eben undmit einer weisslichen abgestorbenen Borkenschichtbedeckt; andere Stücke zeigen eine mit zahlrei-chen Längsfurchen unterbrochene Oberfläche; auchsind Flechtenlager von Verrucarien und Schrift-flechten nicht selten. Im Inneren ist die Borke,welche sehr dicht mit dem Bast verbunden ist,blass-gelblich-grau, die innere Bast-Seite hat die-
selbe Farbe oder ist an den dickeren Stückendunkler, mehr rothbraun, so dass eine noch grös-sere Aehnlichkeit mit der Casearii -Rinde hervor-tritt. Der Geruch und Geschmack hat oft durchSchimmelbildung gelitten, sonst ist auch hierinin der Art des bittern Geschmacks und Geruchsdie Verwandschaft mit der Casca rill, welchevon nahe angrenzenden Arten derselben Gattungabstammt, nicht zu verkennen.
A b b i 1 d u n g e n.
Sch 1 < 11 . 1 . c. tab. i.
Erklärung der Tafel.
A. Croton Pseudo-china mit Blü then undFrucht nach Exemplaren aus Mexiko.
1. Eine Bliithenknospe, vergrössert.
2 . Eine w’ebliche Blüthe, stark vergrössert,
3 . Der Fruchtknoten mit den Griffeln.
4 * Einer der Griffel.
5 . Ein Durchschnitt des Fruchtknotens.
G. Eine männliche Blüthe.
7 . Ein Blumenblatt, vom Rücken gesehen.
8. Dasselbe, von vorn gesehen.
9. Die Staubgefässe.
10. Ein Fach der Frucht in natürlicher Grössenebst dem Saamen.
n. Dasselbe vom Rücken gesehen; an der ¡einenHälfte ist die schuppige Rinde weggenommen.
12. Der Saamen.
1 3 . Die Axe der Frucht ohne die Fächer.
44. Eine der Schuppen, welche die Blätter Untenbedecken, stark vergrössert.
B. Ein Zweiglein von Croton micans Sw.
1. Eine weibliche Blüthe, in natüilicher Grösse.
2. Die Blüthenhülle.
3 . Der Fruchtknoten.
4 . Derselbe vergrössert,
5 . Ein Griffel.
6. Eine männliche Blüthe, vergrössert.
7. Der Kelch ausgebreitet, in natürlicher Grosse.
8. Derselbe mit den Blumenblättern vergrössertund vom Rücken gesehen.
9. Dieselbe Figur, von vorn gesehen.
10. Die Staubgefässe.
11. Der Kelch mit einigen Schuppen stark rer-grössert.
C. Die Copalki-Rin de, wie sie im Handel
vorkommt.