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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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S a 1 i X

]) il r p u r e a Lin. Koch.

(Die purpurfarbige oder eiumamiige Weide.)

C h a r. G e n .

(V. fasciculum antecedentem!)

S e c l. I u r j) u r e a c Koch.

Char. Spec.

Salix purpurea Li n.

S. Monanclra (s. monadelpha staminibus 2 in unum connatis); amentis lateralibus praecocibus sessilibus basibracteatis; capsulis ovatis sessilibus tomentosis, nectario germinis basin superante; stylo brevi,stigmatibus ovalis; foliis lanceolatis sursum latioribus acuminatis argute serrulatis glabris planis.

S. mon and ra . .

S. purpurea . . .

S. Helix et purpurea

S. purpurea, S. Helix et Lambertian a .

SalixHelix

Hoffm. Salic. 18 .

Dec. Fl. franc, n, 2099 .

Koch. Comm, de Sal. eur. p. 25.

Lin. Spec, plant. II. p. 1442.

Willd. Spec, plant. IV. p. 672 Baumz. p. 437*Sm. Flor. Britt, p. 1039. 40- 41. '

Bluff et Fing. Comp. Fl. Germ. II. p. 545. 46-Wimm, et Grab. Fl. Siles. III. p. 365.

Bork h. Forstb. p. 560.

Var. «) trunco humiliori, ramis magis paten-tibus rubris, amentis gracillimis (Salix purpurea Sm.) /3) trunco humiliori, ramis divaricatis lu-

tescentibus, foliis latioribus (Salix humbertuiixa Sm.) y) trunco arboreo, ramis erectis, foliis

magis elongatis (Salix Helix II .)

Benennungen.

Holl.

Rooswilg.

Engl.

the rose willaw.

F r a n z.

Losier - rose.

Holl.

Paarsclie wilg.

D a e n.

Seipiil, Rudpiil.

S c Ii w.

Rödviar.

Engl.

the purple willaw

S. Helix.

S. purpurea.

Diese Weidenart ist durch ganz Deutschlandund die angrenzenden Länder an den Ufern derFlüsse gemein. Sie bildet gewöhnlich einen Strauchmit abstehenden Aesten, doch wächst sie auch (alsSalix Helix) zu einem ansehnlichen Baum heran.Diese gröfsere Form hat für die Pharmacie beson-deres Interesse, weshalb wir sie hier vorzugsweiseberücksichtigen. Die Rinde des Stammes ist grün-lich-grau und glatt, an den jungen Zweigen ge-wöhnlich blafs-gelblich glatt und glänzend, seltnerpurpurroth (bei Salix purpurea). DieAeste sindJang und zähe, die Knospen sind einfach, einklap-pig und glatt.

Die Blüthenkätzclien entwickeln sich imersten Frühling vor den Blättern. Die männli-chen sitzen seitlich (doch abwechselnd) ohne

Stielchen an, sind abstehend, ungefähr einen Zolllang und an der Basis mit zwei schmalen lanzett-förmigen Deckblättchen versehen, welche auf deruntern Seite seidenartig behaart sind. Die kleinenstumpfen Blüthenscliuppen sind an der abgerunde-ten Spitze schwarzbraun und mit zahlreichen langenHaaren besetzt.

Der Staubfaden ist ziemlich dick, aus zweierwachsenen gebildet, glatt. Die Anthere bestehtaus vier Fächern und ist vor dem Aufspringen der-selben scliön-rotb.

Die weiblichen Kätzchen sitzen ebenfallsseitlich an den Zweigen an, sind abstehend, amGrund mit zwei kleinen Deckblättchen versehen,walzenförmig, dicht, ungefähr einen starken Zolllang. Die kurze abgerundete Deckschuppe ist ander Spitze braunschwarz und mit langen weifsenHaaren gewimpert. Auf der hinteren Seite stehteine stumpfe blafsgelbe Honigdrüse, welche etwasüber die Basis des sitzenden I ruchtknotenshervorragt. Dieser ist eiförmig, mit weifsem filzbekleidet und trägt zwei sitzende kurze zweispal-tige blafsgelbe Narben. Die Kapsel ist zweiklappig>mit sehr kleinen Saamen erfüllt, die in die zarteweifse Wolle des Samenslrangs (coma) eingehülltsind.

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