Druckschrift 
Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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graulich-weifs und gestreift, die des untersten Astesist mehr grün und zugespitzt.

Ltos Rohr der Blüthenhülle ist kaum längerals der stumpfe sechseckige Fruchtknoten.

Die drei zu rück geschlagenen Abtheilun-gen der Blüthenhülle sind verkehrt-eiförmig abge-rundet, am Rand etwas wellenförmig, blauviolett,an der Basis weifs mit bräunlich-violetten Adern;der Bart ist weifs, mit gelben Spitzen; die dreiaufrechten sind eben so gestaltet, von blässererFarbe. Die drei blumenblattähnlichen Griffel sindblaulich-weifs, von der Länge des Bartes; die Ober-lippe ist gespalten und gezähnelt, die untere (dieNarbe) ist viel kürzer, stumpf. Unter diesen nachinnen gewölbten Griffeln sind die weifsen Staubge-fäfse mit den pfeilförmigen Antheren verborgen.

Die Frucht kommt bei uns fast nie zur Aus-bildung; sie ist sehr wahrscheinlich von der derIris germanica nicht wesentlich verschieden.

Der oben beschriebene knollige Mittelstock wirdnach Savi und Tozzetti wie der der Iris flo-rentina (tab. 56. d. Werks) als Radix lreosflorentinae benutzt. Im frischen Zustand istdiese Violwurzel fast ohne Geruch und von scharf-bitterm Geschmack. Man schält die Wurzel undtrocknet sie, in welchem Zustand sie als ovale oderlängliche, mehr oder minder flache, feste und dichteholzige, ganz weiise Stücke vorkommt. Durch das

Trocknen tritt erst der angenehme Geruch nachVeilchen hervor und der scharfe Geschmack ver-liert sich gröfstentheils. Wir müssen übrigens be-merken, dafs wir den Violengeruch an der vonuns getrockneten Wurzel dieser Art in weit gerin-gem! Mafse als bei der ächten Iris florentinawahrnehmen.

Abbild u n g c n .

Redouté Liliaceae tab. 366.

Jacq. Hort. Schoenb. tab. 9.

Hay ne Getr. Darst. Xll. tab, 3,

Erklärung der Tafel.

1. Die Spitze des Stengels mit der Blüthe,

2. Ein Stück vom Stengel.

3. Die Wurzel mit den Wurzelblättern.

4. Eine Knospe.

5* Ein Griffel mit dem vorstehenden Staubgefäfs.

6. Ein Staubgefäfs mit der nach aufsen geöffnetenAnthere.

7. Der Fruchtknoten mit den Griffeln.

8. Ein Durchschnitt des Fruchtknotens.