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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Dei Knoblauch ist in den südlichen Lan-dern Europas einheimisch und wird bei uns häufigin Gärleu cullivirt.

Die eiförmige Zwiebel besteht aus mchrern länglichen dicht aneinander liegenden Zwie-belchen, die von den häutigen blafs rölblichenoder weifsen Zwiebelschaalen umhüllt sind ; dieäufsere Haut löst sich bei der weiteren Entwick-lung und die einzelnen Zwiebelchen sind geson-dert sichtbar.

Der Stengel, deren sich mehrere aus einersolchen Zwiebel entwickeln, ist anderthalb bis zweiEufs hoch stielrund und bis über die Hälfte mitden dicht anliegenden gestreifteu glatten Blatt-scheiden bekleidet; die Spitze desselben bildet einenlangen vor der Blüthe bogenförmig oder fast ring-förmig gekrümmten Bl ü t h e u st i e 1 .

Die Blätter sind abstehend, länger als derStengel, rinnenförmig gefaltet, sehr lang zugespitzt,blaugrün und wie die ganze Pflanze vollkommenglatt.

Das runde Blüthenköpfchen bricht auseiner weifsen häutigen Scheide (spatha) hervor,die auf einer Seite kappenförmig stehen bleibt undsich in eine stielrunde gerade zugespitzte überzwei Zoll lange Spitze fortsetzt.

Dieses Köpfchen besteht aus 25 3o kleineneiförmigen zugespitzten röthlichen oder weifsenZwiebelchen, zwischen denen einzelne blasse kurz-oestielte Blüthchen hervorkommen, die aber selten

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zur vollkommnen Ausbildung gelangen. Beim OefT-nen dieser Blüthchen findet inan sechs Slaubgefäfse,von denen drei dreispitzige Staubfäden haben (sta-mina tricuspidata); die seitlichen Spitzen sindsehr dünne fast haarförmig.

Die Capscl ist slumpf dreiseitig, kommt aberselten zur Ausbildung.

Die oben beschriebene Zwiebel ist der bekannteKnoblauch, Radix Allii. Sie zeichnet sichdurch den eigenlhümliclien starken unangenehmenhöchst durchdringenden scharfen und flüchtigenGeruch und scharf aromatischen Geschmack aus,woran diese Wurzel alle andern Laucharten über-trifft. Man benutzt den frischen Saft, SuccusAllii sativi, dessen Hauptbestand lheil ein sehrscharfes schwefelhaltiges ätherisches Oel ist, welcheshier wie bei allen Zwiebeln mit Ehveifsstoif, Schleim-zucker, Gummi und Satzmehl verbunden vorkommt.

Anm. Das Allium controversum Sehr.( Rockcnbolle) ist als eine Spielart mit stärker ge-drehtem Steugel und dickerer Zwiebel zu be-trachten.

Abbildungen.

Lobei. Icon. tab. i58 fig. i.

Hay ne Gelr. Darst. VI. tab. VI.

Erklärung der Tafel.

1. Die Spitze eines Stengels vor der Blüthe.

2. Die Zwiebel mit dem untern Theil.

3. Eins der eingeschlossenen Zwiebelchen.

4. Eine weiter entwickelte Zwiebel.

5. Dieselbe seitlich - geöffnet.

6. Ein Zwiebelchen der Bliithen.

7. Ein blühendes Köpfchen mit der Blüthenscheide.

8. Ein anderes ohne diese.

9. Eine Blüthe ohne die Blüthenliülle.

10. Ein Staubgefäfs.

11. Der Fruchtknoten. (Alle Figuren von 9 anvergröfsert. )

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