1851 zum Pfarrer von Grieillnen und gleichseitig zumReligionslehrer für die katholischen Schüler dea benachbartenGymnasiums in Hohenstein ernannt, Drei Jahre späterwurde ihm die Pfarrei Gross>Ramsau übertragen, wo ersieben Jahre blieb, bis 1861 seine Ernennung zum Probstvon Königsberg und Dechanl von Samland erfolgte.
Wiiiler sieben Jahre liatte er auf diesem wichtigen Pustengewirkt, als er, schon seit 1866 vom Könige zum Nach-folger Pelldram's als Fcldprobsl ausersehen, - nachdemdurch päpstliches Hreve vom 22, Mai 1 808 die katho-lische Peldprobstei für die preuss. Armee als kirchlichesAmt cum jurisdictione ordinaria errichte! war — am18. Juli 1808 von rius IX als Bischof von Agathopolisi. p. prflconisirt, am 24, Juli vom apostol. Stuhle zum
Feldprobst förmlich ernannt, am ti.October [868im Domezu Frauenburg durch seinen bisherigen < Iberhirten, BischofKrements, /.um Bischof censecrirt, und am 1. November
desselben Jahres zu Berlin in sein Amt eingeführt wurde.Das Kriegsjahr 1870/1871 stellte an den neuen l'VId-probst und ersten Arnieebischoi' grosse Anforderungen.Kaum waren die damit verbundenen Anstrengungen Vorüber,als der Kircheneonflict ausbrach und in erster Linie denArmeebischof traf. Er stand fest und unerschütterlich imKampfe, Die Folge war, dass er am 28. Mai 1872 vondem Kriegsminister als seinem ,*,Vorgesetzten" vorläufig vomAmte „suspendirt" und dann durch Entscheid des königl.Staatsministeriums als zweiter Disciplinarinstanz. am 26. Juni1873 „in Ruhestand mit Wartegeld" versetzt wurde. DasAmt eines „kathol. Feldpropstes der preuss. Armee" warinzwischen durch königliche Cabinetsordre vom 15. MärzIS7; einseitig „bis auf Weiteres aufgehoben" worden.