Nachdem er liier fünf Jahre lang gewirkt und dann einkurzes Jahr als Ceremoniar der Metropolitankirche U. L. F.in München fungirt hatte, wurde er 1853 von König Max II./um Domcapitular in Eichstätt und fünf Jahre darauf, am27. Januar 1H5M, in seinem vierzigsten Lebensjahre zumBischöfe von Regensburg ernannt. Schon am t8. Manals solcher von PiuslX, präconisirt, erhielt er die bischöflicheWeihe am 2. Mai desselben Jahres im hohen Dom zu Regens-burg durch den damaligen päpstlichen Nuntius am königlichbayerischen Hofe, Plavius Fürst von Cliigi, unter Assistentder Bischöfe Stahl von Würzburg und Eiofstätter von Passau.Im Jahre 1860 wurde er durch Verleihung des Civil-Verdienst-
OrdeiU der bayerischen Krone in dm Adelsstand erhoben.
Die Hauptstadt der Christenheit sah Senestr£y als Bischof
zum ersten Male wieder aus Anlass der grossen Canonisa-
tionsfeier im Frühjahr 1862; Pius IX, ernannte ihn bei dieserGelegenheit zu seinem Ilaus]irälaten und Thronassistenten,
und der römische Senat verlieh ihm das Diplom eines Pa-tricius Romanus. Wieder kam er nach Rom fünf Jahredarauf zur l8oojährigen Jubelfeier des Martertodes derApostelfürsten 18671 ' )l '' diesem Anlasse ernannte ihn dierömische Akademie der katholischen Religion zu ihrem Ehren«mitgliede, Zuletzt weilte er in der ewigen Stadt während
des Vaticarüschen Conciles, an dessen Arbeiten und Be-
rathungen er als Mitglied des aus nur 24 Vätern bestehenden
Ausschusses für Glaubenssachen in hervorragender WeiseAntheil nahm.