Dei |unge Priester hatte sich vor Allem narh derStilleund Abgeschiedenheil der Klosterzelle gesehnt; in GottesRathschluss war indess anders Aber ihn entschieden: geradedurch die Ordensangehörigkeil war ihm ein Leben voll auf-reibender Arl ><-it bestimmt. Schon im ersten fahre nachder Profess /.uin Stiftsprediger ernannt und zwei [ahredarauf mit der Verwaltung der Pfarrei Metten betraut,wurde er 1838 zur Leitung des Stiftes Scheyem berufen,aber noch im nämlichen Jahre als Prior von seinen \|ii-brüdern nachMetten zurückgerufen und iKin — kaum j6Jahre all — /tun eisten Abte des neuen Stiftes ernannt,
liier halle er länger als [5 Jahre leitend und ordnend,
einrichtend und organisirend in segensreichster Weise ge-wirkt ..... I (1855) die Erhebung auf den Augsburger Stuhl
glücklich vermieden, als der ausdrückliche Wunsch des heil,Vaters ihn zur Annahme des durch Reisach's Beförderungzum Cardinalate erledigten erzbischöflichen Stuhles vonMünchen-Freysing vermochte. Am 6, [anuar 1856 war ervon König Max II. ernannt, am ig. |uni wurde er vonl'ius l\. präconisirt, am .^. August zu St. Bonifaz inMünchen durch den apostolischen Nuntius de Luca und rAssistenz der Bischöfe von Passau und Regensburg conse-irin und am 28. August 18&6 feierlich inthronisirt. Sosteht er nun schon 1; Jahre treu und wachsam, fesl undkräftig an der Spitze jener deutschen Diöcese, in welcherdei Abfall von der Kirche seinen vornehmsten Herd hat.Erzbischof Scherr i>i Beil 1862 päpstl, Hausprälat undThronassistent sowie Rom. Patrizier, seit 1860 Grosskreuzdes sizilian. Ordens Franz' I., seit 1865 Grosscomthur desbayer, Verdienstordens vom heil. Michael, seil [867 Gross-comthur des Verdienstordens der bayer, Krone.