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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
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Kritifche Verfuche.

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im Leben , welche uns eine Anfchauung der Gegen-ftände i'elbft leiften würde. Die Gewifsheit, wel-che wir mit der Erkenntnifs diefer Verhältniffeverknüpfen, können wir auch ganz genau beftim-men. Sie ift dem Grade nach mit der mathemati-fchen und wiffenfchaftlichen Gewifsheit einerlei.Denn jene Verhältniffe werden im nothwendigenZufammenhange mit nothwendigen Vernunftzwe-cken gedacht. Sie ift aber der Art nach verfchie-den. Denn fie entfteht weder durch Anfchauungder Objekte, noch durch Beweife, die lieh in all-gemeinen objektiven Grundfätzen enden; fondernfie entfteht aus dem Vertrauen, welches wir aufdie Vernunft und ihre Gefetze fetzen, die fie un-fern Handlungen vorfchreibt. Diefe Gefetze führeneine folche Evidenz und eiüe folche Nothwendig-keit bei fich, das Intereffe an denfelben ift fo grofs,dafs fich keine wärmere und lebhaftere Ueberzeu-gung denken läfst, als eine folche, die mit demfel-ben zufammenhängt. Wir erkennen alfo die iiber-finnlichen Ob'jekte ihren realen innern Befchaffen-lieiten nach, gar nicht, alfo auch nicht die Art undWeife ihrer Exiftenz, aber die Verhältniffe derfelbenerkennen wir mit der gröfsten Gewifsheit.

Es ift alfo erwiefen, dafs die Vernunft'nicht ineinem allgemeinen Skeptismus endigen kann. .[Dennes giebt allgemeine fynthetifche Grundfätze, diefich auf Gegenftände der Natur beziehen, und esift alfo eine wirkliche Wiffenfchaft der Natur mög-lich. Was aber die Gegenftände über der Natur

be-