Neunter Verbuch.
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•und erzeugt die Idee davon durch die eigenthiunli-che Einrichtung feiner Natur. Indeffen ift diefesein Begriff, der feinen Gegenftand nicht bei fichführt, der alfo zwar eine Möglichkeit ausdriickt,ihn auf etwas zu beziehen, aber aus welchem dasDafeyn diefes Etwas weder gefolgert noch beftimmtwerden kann. Es ift ein völlig leerer Begriff, dem wirauf keine andere Art ein Objekt verfchaffen kön-nen, als wenn uns ein nichtlinnliches Anfchauungsver-mögen gegeben wird. Indeffen ift doch diefe Idee füruns mehr als nichts; fo wie für einen Blindgebohr-nen die Idee des Sehens doch mehr als nichts ift.Denn fo wie diefer wifi'en kann, dafs es eine eigen-thümliche, von allen ihm bisher bekannten eigen-thümliche Art der Anfchauung feyn muffe, und erdadurch wenigftens das Fühlen, Schmecken, Rie-chen und Höi'en nie für ein Sehen halten wird; fokann uns die Idee des Ueberfinnlichen wenigftensabhalten, nichts Sinnliches für das Ueberlinnlichezu halten, und wenn wir daher fonft von dem Da-feyn des Ueberfinnlichen überzeugt werden könn-ten; fo könnten wir es wenigftens negative beftim«men, und ihm alle finnliche Prädikate abfprechen,um dadurch zu verhüten, dafs wir die Idee desUeberfinnlichen nicht auf ein finnliches Objekt be-ziehen. Allein das Ueberfinnliche felbft feinemmateriellen und pofitiven Inhalte nach, zu beftim«men, wird uns niemals gelingen, da wir keinenWeg kennen, Dinge unmittelbar zu erkennen, alsunfre Sinne, lind alle mittelbare Erkenntnifs (Be-Erfter Band. Fff griffe)