-Achter Verfuch.
SU
fey, dafs alle übrige eben fo, oder auch mir dieHa uptziige mit ihn gemein haben miifsten, dafs auchdas Innre der Natur d. h. das, was gar nicht Erfchei-nungift, von einem Vorftellungsvermögen unfrer Arterkannt werden könnte, und dafs wir es fogar feibfterkenneten. — Alles diefes führt auffo grobe undabgefclnnackte Ungereimtheiten, dafs es noch kei-nem Pbilofophen eingefallen ift, irgend einen dieferSätze mit Bedacht und ausführlich zu vertheidigen.
So weit wären wir alfo gekommen. Die Na-turwiffenfchaft, die Mathematik und alle Erkennt-niffe, welche fich auf Erfahrung beziehen, unddurch Gegenftände der Erfahrung nach richtigen Ge-fetzen erzeugt werden, haben wir durch Vernunft-gründe gegen Hume's Angriffe gerettet. UnfrePhilofophie führt uns noch einen Schritt weiter.Die Gegenftände der Erfahrung find Beziehungenvon irgend einem Etwas, das uns blos diefpn Be-ziehungen oder feinen Wirkungen nach bekannt ift,nur nach dem, wie es in uns vorgeftellt wird. Hierftofsen wir alfo ganz unvermeidlich auf die Ideeeines Etwas, daS nicht Beziehung, nicht Erfcheinungift, und nicht mehr als Objekt vorgeftellt werdenkann. Diefe Idee ift nothwendig, fie ift mit demBegriffe einer Erfcheinung unzertrennlich verknüpft.Wir werden durch die Natur unfres Verftandes ge-zwungen , fie auf irgend ein Objekt zu beziehen.Und hierrinne liegt der Grund zu dem unwiderfteh-Jichen Hange nach überfinnlicher Erkenntnifs, derin jedem Menfchen erwacht, fobald die erften Be-
dürf-