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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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A clit er Verfucli.

wir freilich auch nicht anders kennen, als durchinnere Beobachtung und Erfahrung feiner Wirkun-gen, als welche uns allein auf den Begriff unfersErkenntnisvermögens bringen'können. Wenn wiraber durch den blofsen Begriff diefes Erkenntnis-vermögens und die Verglpichung deffelben mit demBegriffe der für daffelbe möglichen Objekte, wirkli-che Prädikate cliefer Objekte entdecken, fo mufs die-fes durch das blofse reine. Denken gefchelien, undcliefe Prädikate.find wirklicheVojdtellungen aprio-ri; denn Verkeilungen a.pofteriöri wären fienurdann, wenn fie clurph die Einwirkung der Objektefelbft auf das Empfindungsvermögen erzeugt wären,welche aber.,.wie bekannt, nie dergleichen allgemei-ne Vorftellungen erzeugen kann. Das Erkenntnis-vermögen beweist fich urfprünglicli nach diefen Ge-fetzen wirkfam, ohne dafs es felbft eine deutliche undabgefqnderte Vorftellung derfelben hat, denn fie lie-gen in deffelben eigner Natur, und fo lange wir blosdiejenigen..Gegenftände erkennen wollen, die unsdurch die Sinne gegeben werden, können wir nie-mals in ihrer allgemeinen Anwendung irren.

Indeffen könnten wir doch aus dem blofsenBegriffe untres Erkenntnisvermögens nimmer mehrwillen, ob. es wirkliche Objekte für daffelbe gäbe,ob es gleich gewifs ift, clafs, wenn es dergleichengiebt, fie fo befchaffen feyn muffen, wie es die Na-tur des Erkenntnisvermögens fodert. Die Reali-tät der Objekte können wir daher doch ganz alleindurch die wirkliche Erfahrung oder durch die den

Sin-