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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
777
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Siebenter Verfuch. 777

„dem S e 1 b f t oder von der Subftanz reden,„ fagt er, fo müffen wir doch fchlechterdings einen„Begriff mit diefen Ausdrücken verbinden, denn„fonft würden fie ganz unverftändlich feyn. Nun„ift aber jeder Begriff von einer Impreffion abgelei-„tet; und wir haben keine Impreffion von dem„Selbft oder der Subftanz, als einem einfachen und„individuellen Dinge. Folglich haben wir gar kei-„nen Begriff von ihnen in diefem Sinne. “

„Was verfchieden ift, läfst fich auch unterfchei-„ denund was fich unterfcheiden läfst, läfst fich auch„in Gedanken oder in der Einbildung von einander„trennen. Alle Vorftellungen find unterfchieden.„Sie laffen fich alfo von einander abfondern, und„find trennbar, und können ohne einigen Wider-Spruch oder Ungereimtheit als befonders exiftirentj„gedacht werden, und jedes kann auch insbefon-„ dere wirklich feyn “.

„Wenn ich diefen Tifch und diefes Kamin vor„mir anfehe, fo ift mir nichts gegenwärtig, als ge-„wiffe befondere Vorftellungen, welche mit allen„andern Vorftellungen von gleicher Natur find.„Diefes ift die Lehre der Philofophen. Aber diefer„Tifch, welcher zugegen ift, und diefes Kamin kann„auch befonders exiftiren, und exiftirt wirklich,„unabhängig von meiner Vorftellung. Diefes ift„die Meinung des gemeinen Mannes, und fie ent-„hält keinen Widerfpruch. Folglich ift auch kein„Widerfpruch da, wenn man diefelbige Meinung„auf alle Vorftellungen ausdehnt.“

„ Im