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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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775
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Siebenter Verbuch.

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nur folclie, die im Raume angefchauet werden kön-nen, und jemehr wir Relationen im Raume und inder Zeit entdecken, defto mehr objektive Erkennt-nifs erwerben wir uns. So gewährt uns anfänglichSchall und Ton blofse Empfindung. Nachdem manaber bemerkt hat, dafs die Verfchiedenheit derEmpfindung von den verfchiedenen Erfchütterun-gen der Luft abhängt, fo rühmt man fich auch einerErkenntnifs der Töne. Mit der Theorie derFai'ben ift es nicht anders; und wenn man ein Ge-fetz entdecken könnte, nach welchem fich dieTheil-clien auflöfen, oder im Raume nähern oder entfer-nen müfsten, um Geruch oder Gefchmack zu ver-urfachen; fo könnte man hoffen, dafs auch Geruchlind Gefchmack mehr objektive Erkenntnifs ver-fchaffen würden, da fie uns jetzt blos auf äuffereObjekte überhaupt hinweifen, ohne irgend ein be-ftiinmtes Verliältnifs im Raume zu entdecken.

Wir haben alfo keinen Grund auf unfre äu-fsern Sinne ein Mistrauen zu fetzen, wenn wirdiefes nur darauf gründen, dafs fie uns mit objekti-ven Prädikaten täufchen, die fie uns nicht gebenkönnen. Denn jene Erkenntniffe, welche wir denSinnen zufchreiben, find nicht finnliche, fondernintellektuelle Erkenntniffe. Was die Sinne liefern,geben fie treu und ehrlich, aber wenn wir Ur-theile, und Gründe der Möglichkeit ih-rer Wirkungen durch fie erkennen wollen, fomüflen fie uns freilich irre führen. So kann der in-nere Sinn uns nie mit etwas andern", als den Modi-

fika.