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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
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Vierter Vcrfuch.

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Gott, als den Grund von der Weisheit, Güte, Macht,die wir in der Welt bemerken, als den Grund allesSeyns, alles Denkens und Lebens u. f. w. und hierin-ne können wir nie irren. Denn wenn diefes allesrichtig bemerkte Wirkungen find, fo muffen fie auchganz gewifs eine Urfache haben, in welcher alle jeneWirkungen vollkommen gegründet find. INun iftdas, was wir anfchaulich erkennen, wie oben ge-zeigt ift, allemal Wirkung, und es ift daher nie aneinem ihrer angemeffenen abfoluten Grunde zu zwei-feln, ob wir diefen gleich blos durch die Wirkung,nie aber an fich beftimmen können. Alle unfre rei-nen Verftandesbegriffe find blofse Methoden zu ver-binden, wodurch nie ein Gegenftand felbft beftimmtwerden kann. Soll diefes gefchehen, fo mufs demVerftande etwas Mannigfaltiges durch Anfchauunggegeben werden, und ohne das letztere ift die Er-kenntnis nie real, fondern immer nur formal. Letz-tere kann zwar auf Gegenftände überhaupt hindeu-ten, und wenn anderswoher das Dafeyn derfelbenausgemacht ift, ihre Form ausfagen, unter der fievorgeftellt werden muffen, aber die materialen Be-fchaffenheiten der Gegenftände felbft können da-durch nie erkannt werden.

Laffet uns nun einmal fehen, wie weit die Hu-mifchen Sätze mit den uufrigen beftehen kön-nen, und in wie weit wir ihnen Wahrheit zugefte-hen müffen!

1. Hume behauptet, alle Merkmale unfrerErkenntniffe entfttinden erft durch die Einwirkung

der