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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
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Di'itter Verfueh.

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noch feine Gültigkeit erweifen können. Diefe For-men und Gefetze wirken freilich, wie Inftinkte inder menfchlichen Natur. Aber die Vernunft folleinen Grund von der Gültigkeit diefer Gefetze an-geben , und ihre Anwendung zu ihrer eignen Be-friedigung rechtfertigen. Nun ift es zwar wahr,dafs, wenn gleich die Vernunft einen falfchen Grundvon diefen Gefetzen angiebt, ihre Wirkungen den-noch erfolgen. Aber es giebt gewiffe Ideen vonGegenftänden, deren Realität und Befchaffenhcitnur allein durch die Einficht in die Natur dieferGrundfätze ausgemacht werden kann, und um die-fer willen ift es nöthig, ihre Gültigkeit durch Ver-nunftgründe zu beweifen. Falfche Gründe werdenalfo die Wirkfamkeit diefer Gefetze zwar nicht auf-heben', indem wir doch alle reale Erkenntnifs durchfie erlangen, aber wir werden die Gründe dieferrealen Erkenntniffe nicht verftehen, und über dieNatur unfrer Erkenntniffe, über die wir doch ein-mal urtheilen, falfch urtheilen. Mithin liegt hie-rin eine Quelle zu Irrthümern, die nur dadurchverftopft werden kann, dafs der Umfang diefer Ge-fetze , und die Art ihrer Anwendung genau be-ftimmt wird.

Hieraus liehet man nun, dafs es zwar feineRichtigkeit hat, was Hume an mehrern Ortenlagt, dafs (die Wirkfamkeit diefer Gefetze nicht al-lein von der vernünftigen Erkenntnifs derfel-ben Jabhange. Denn auch der Vernunft find gewif-fe Gefetze gegeben, nach der fie erkennen mufs,

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