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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
658
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658 Kritifche Verfuclie.

meine äuffere Sinne gegeben, und durch meinenVerftand erkannt werden foil, dafs er alsdenn imRaume feyn, dafs er ein gewiffes Mannigfaltige,das zu Einem zufammenftimmt (eine Gröffe) eineoder mehrere Kräfte, die auf die Sinne wirken(Realitäten) u. f. w. enthalten mtiffe, kann ichmit vollkommner Gewifsheit a priori wiffen.Es würde hier zu weitläuftig 'feyn, diefe Erkennt-niffe a priori vollftändig auseinanderfetzen oderauch nur aufzählen zu wollen, befonders da diefesfchon von Kant mit fo unerreichbarem Tieffinngefchehen ift, und mehrere Verfuche da find, wo-rinne man lieh bemühet hat, die Deduktion dieferErkenntniffe a priori deutlich zu machen. Hierift es fchon genug ihre Möglichkeit und Wirklich-keit bewielen zu haben. Denn wenn nur ein ein-ziges Urtlieil a priori erwiefen ift, fo fällt fchonder Humifche Grundfatz und mit ihm das gan-ze Syftein. Nun haben wir die Art und Weife, wieeine folche Erkenntnifs a priori von den Gegen-ftänden möglich ift, felir deutlich gezeigt; es iftferner gewifs, dafs wir alle unfre Wiffenfchaft aufdergleichen Urtheile a priori zuletzt gründen,und der Grund, weshalb man diefe Gültigkeit derUrtheile a priori verwarf, war kein anderer,als weil man fie für unmöglich hielt. Nun habenwir in dem Vorigem ihre Möglichkeit dargethan,folglich fällt diefer Grund ganz weg. Ja es kannüberdem auf keine andre Art die Möglichkeit derErkenntniffe a priori eingelehen werden, wie in

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