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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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643
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Dritter Ver Tue li.

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oder die Art uncl Weife, wie das Gegebne vorge-ftellt werden kann, mufs dennoch durch die Na«tur der Receptivität beftimmt feyn, und da dasErkenntnisvermögen zugleich ein Verbindungsver-mögen enthält; fo muffen die Gegenftände denenGefetzen unterworfen feyn, ohne welche unfer Ver-bindungsvermögen gar nicht verbinden kann, updaus diefen Verbindungsgefetzen muffen fich alfo ge-wiffe Merkmale a priori von den Gegfenfländettergeben. Diefe Prädikate werden aber nichts an-ders feyn können , als Verbin dungsweifen»Da aber die Art, wie das MannigfalLige geordnetjft, die Form genannt wird; fo werden alle Prä-dikate a priori nicht die Materie, fondern dieForm der Objekte betreffen. Diefe Betrachtungenlaffet uns nun näher auf das menfchliche Erkennt-nisvermögen anwenden, und laffet uns dem Wegenäher nachfpüren, auf welchem diefe Erkenntniffea priori gefunden werden können.

Wir haben gefunden, dafs das menfchliche Er-kenntnisvermögen aus zwei Haupttheilen befteht >die gar nicht von einander getrennt werden kön-nen, wenn fein Wefen nicht zerftört. werden folhDiefe find das A n fch auun gsv er m öge 11 undder Verftand. Beide find in der menfchlichen Na-tur fo vereinigt, dafs fie fich faft bei jeder Erkennt-nis beide wirkfam beweifen. Das Gefchäft derAnfchauungskraft befteht nun darinne, dafs dasMannigfaltige dadurch dem Bewufstfevn vorgeftellfcoder dafs es angefcliauet wird, und das Gefchäft

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