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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
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Rritifclie Verfuche,

werden, wenn man den verfchiedenen Sinn dieferFrage mehr auseinander letzt, und die oft entge-gengefetzten Methoden angiebt, nach welchen dieAuflofung diefer fo verfchiedenen Probleme ver-flicht werden mufs. Wer nach einem chymifchenVerfahren beftimmen wollte, welche Veränderan- Ijren eine Pflanze in ihrem kontinuirlichen Wachs-thume erfahren hätte, würde eben fo wenig feinen ;Zweck erreichen können, als ein andrer, der aus jden Beobachtungen der Naturgefchichte diefer Pilan- \ze diejenigen Beftandtheile angeben wollte, die nur |eine chymifche Zerlegung entdecken kann. Man Jkann fagen, dafs mit der richtigen Methode dieHälfte der Wiffenfchaft fchon gefunden fey, denndie Fälle find im Reiche der Gelehrfamkeit nichtfeiten, dafs die Unwiffenhe.it der Behandlungsarteine Wiffenfchaft viele Jahrhunderte in ihrer Kind-heit aufgehalten hat. Laffet uns daher zuvor dasOefchäft, welches wir zu unternehmen gedenken,genau beftimmen, und den Weg vorzeichnen, aufwelchen es nach unfrer Meinung allein zu beendenilt. Vielleicht gelingt es uns, auf diefe Art denGrund zu einem Gebäude zu legen, von welchemdie Ausfichten der Menfchen eben fo ficher als er-freulich find, vielleicht find wir fo glücklich, an-dre Philofophen dahin zu vermögen, dafs fie aus 'Ueberzeugung einen Theil ihrer Behauptungen,Welche den Mifsverftand beförderten, aufgeben, iund gemeinfchaftlich mit uns auf einem Boden bau-«n, welcher feinem Umfange und feiner unendli-chen