Zweiter Verfüch.
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lieh vorkamen. Ein Blinder kann alfo in der Thatlehr deutliche Begriffe von dem Lichte und deffenModifikationen haben, ob er gleich keine Anfchau-ungen davon hat. Hieraus ift, wie mich dünkt,hinreichend klar, dafs Huine’s Kardinalfatz, nachwelchem er behauptete, dafs alle Begriffeblofse Abdrücke und Kopien gewifferI m p r e ff i o n e n wären, wenigftens fo fchwankendum! unbeftiinmt ift, dafs er unmöglich den Grund-fatz eines Syftems abgeben kann. In der Folge hof-fen wir das Wahre und Fallche in demfelben ganzdeutlich vor Augen zu legen.
Aber wir muffen jetzt noch einen andern Un-terfchied untrer Erkenntenffe bemerken, der feinenFolgen nach fehl- wichtig ift, und den wir ebenfallsdurch einleuchtende Beifpiele aus der Erfahrungvollkommen deutlich beweifen können. Es lindziemlich einige Erkenntniffe fowol Anfchauungen,als Begriffe, von der Befchaffenheit, dafs die Vor-ftellung ihre Merkmale erft durch gewiffe Empfin-dungen möglich werden, und dafs man fie nur ver-mittelft diefer Empfindungen auf Gegenftände bezie-hen kann, obgleich die Erkenntnifs jederzeit vonder damit verknüpften Empfindung felir unterfchie-den ift. Eine elfenbeinerne Billiardkugel erregt inmeinen Augen, und in meinem Gefühl gewiffe Ver-änderungen,, und diefe Veränderungen machen zu-gleich, dafs ich mir einen Gegenftand von weifserFarbe, runder Geftalt, u. f. w. vorftelle. Dennich lege alle diefe Eigenfchaften gar nicht meiner
Ge-