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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
481
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Von andern philofoph. Syftemen. 481

ine; fo iniifst ihr, nach demfelben Gange zu räfonni-ren, auch fchliefsen, dafs he niemals Bewegung her-vorbringen kann , denn die Verknüpfung ift in demeinen Falle nicht einleuchtender, als in dem andern.Da nun diefer letztere Schlufs der offenbaren Er-fahrung zuwider ift, und es möglich ift, dafs wireine ähnliche Erfahrung in Anfehung der Wirkun-gen des Gemiiths haben, und eine beftändige Ver-bindung zwifphen Gedanken und Bewegungen wahr-nehmen können; fo fchliefst ihr zu voreilig, wennihr aus der blofsen Betrachtung der Begriffe fchliefst,dafs es unmöglich fey, dafs Bewegung je Gedankenliervorbringen oder eine verfchiedene Stellung derTheile verfchiedene Empfindungen oder Gedankenerzeugen könne. Ia es ift nicht nur möglich einefolche Erfahrung zu haben, fondern wir haben fieauch wirklich; indem ein jeder wahrnehmen kann,tlafs die verfcliiedenen Verfaffungen feines Körpersauch feine Gedanken und Empfindungen verändern.Und wenn man fagt, dafs diefes von der Vereini-gung der Seele und des Körpers abhange; fo ant-worte ich, dafs man die Frage über die Subftanzdes Gemiiths nicht mit der über die Urfaclie ihresDenkens verwechfeln müffe; und dafs wir, wennwir uns auf die letzte Frage einfchränken, durchVergleichung ihrer Begriffe finden, dafs Gedankenund Bewegungen von einander verfchieden find,durch Erfahrung aber , dafs fie beftändig vereinigetfind, und da diefes es alles ift, wodurch wir unfernBegriff von Urfach und Wirkung ünterfcheiclen,Erft er r.and» FI h Wenn