Von andern philofoph. Syftemen. 479
lung uncl Lage der Objekte hervor. Theilt einenKörper, fo oft ihr wollt, es bleibt immer ein Kör-per. Aendert feine Figur ab, wie ihr wollt, eskömmt immer wieder eine Figur oder ein Verhält-nifs der Theile zum Vorfchein. Bewegt ihn wie ihrwollt, ihr erhaltet allemal wieder Eewegung odereine Veränderung feines Verhältniffes. Es ift aberungereimt, lieh einzubilden, dafs eine Kreisbewe-gung zum Exempel nichts als eine blofse Kreisbewe-gung feyn follte, indeffen eine Bewegung in einerandern Richtung z. E. in einer Ellipfe eine Empfin-dung oder eine moralifcheReflexion feyn follte: dalsdas Aneinanderftol'sen zweier runden Theilchen ei-neEmpfindung des Schmerzens werden könnte, unddas Berühren zweier dreieckigten ein Vergnügengeben follte. Da nun diefe verfchiednen Stöfse und'Veränderungen und Mifchungen die einzigen Verän-derungen lind, deren die Materie fähig ift, und dauns diefe niemals einen Begriff vom Denken oderVorftellen geben, fo fchliefst man, dafs es unmög-lich fey, dafs das Denken je durch Materie follteverurfacht rverden können.
Wenige find im Stande gewefen der fcheinba-ren Evidenz diefes Beweifes zu widerftehen; unddoch ift nichts in der Welt leichter als ihn zu wider-legen. Wir dürfen nur an das denken, was obenweitläuftig erwiefen ift, dafs wir nemlich nie eineVerknüpfung zwifchen Urfachen und Wirkungenbegreifen, und dafs wir lediglich durch unfre Erfah-rung ihrer beftändigen Verknüpfung zu einer Er-kennt-