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434 Ueber die menfchliche Natur.
Identität gänzlich zu zernichten. Hierdurch ent-ftelvt alfo eine Art von Widerftreit in unfrer Art zudenken, der aus den verleihe denen Gefichtspunk-ten herrührt, aus welchen wir ein Ding betrachtenund aus der Nähe oder Entferntheit folcher Augen-blicke, welche wir zufatmnen vergleichen. Wennwir einem Objekte nach und nach in feinen ver-fcliiedenen Veränderungen folgen, fo macht der all-mälige Fortgang des Denkens, dafs wir der Succef-fion eine Identität zufchreiben; weil ein unverän-derliches Objekt eine fich immer gleiche Gemüths-handlung erfodert. Betrachten wir aber feine La-ge, nachdem fchon beträchtliche Veränderungenmit ihm vorgefallen find, fo ift der Fortgang desDenkens unterbrochen , und folglich dringt fich unsder Begriff der Verfchiedenheit auf. Um nun denVerl’tand wiederum mit diefern Widerfpruclie aus-zufohnen, ift die Einbildungskraft gefchäftig, et-was Unbekanntes und Unfichtbares zu erdichten,von welchem fie vorausfetzt, dafs es bei allen die-len Veränderungen fortfahre daffelbe zu feyn;und diel’es unbegreifliche Etwas heifst Subftanzoder die urfpr iingli che und erfte Ma-terie.
In Anfehung der Einfachheit der Sub-ftanzen unterhalten wir einen ähnlichen Begriff,der von ähnlichen Urfaclien herrührt. Man fetze,es werde ein vollkommen einfaches und untheilba-res Objekt uns vorgeftellt nebft einem andern, def-fen koexiffcirende Theile durch ein enges Ver-hält-