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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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404
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404 Uel»er die m en fehl i cli e Natur.

Um diefe allgemeine Regel anzuwenden, miif.fen Vir erit die Verfaffung' des Gemülhs betrachten,in welcher es ift, wenn es ein Objekt anfchauet,das eine vollkommne Identität hat, und fodann muf-fen wir ein andres Objekt finden, welches mit ihmdadurch verwechfelt wird, dafs es eine ähnliche Ge-mütlisverfaffung erzeugt. Wenn wir unfre Gedan-ken auf ein Objekt heften, und annehmen, dafs eseine Zeit hindurch kontinuirlich daffelbe bleibe; foift offenbar, dafs wir annehmen, der Wechfel hegeblos in derZeit, und wir bemühen uns felbft nie-mals, ein neues Bild oder einen neuen Begriff desObjekts hervorzubringen. Die Fähigkeiten des Ge-mittlis ruhen gewiffermafsen aus, und ftrengen ficlinicht mehr an, als nüthig ift, den Begriff, den wireinmal denken, und der unverändert und ununter-brochen bleibt, fortzufetzen. Den Uebergang vondem einen Augenblicke zum andern fühlt mankaum, und er unterfcheidet fich nicht durcheine verfchiedene Wahrnehmung oder einen ver-fehiedenen Begriff, welcher eine verfchiedene Rich-tung der Lebensgeifter feiner Vorftellung gemäfs er-foderte.

Welche andre Objekte aber als identifclie, wä-ren wohl fähig das Gemiith in diefelbe Verfaffungzu fetzen, wenn es fie betrachtet, und denfelbenununterbrochenen Uebergang der Einbildungskraftvon dem einen Begriffe zum andern zu verurfachen ?Diefe Frage ift von der allergröfsten Wichtigkeit.Denn wenn wir noch folche Objekte ausfindig ma-chen