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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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382
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382 Ueber die menfchliche Natur.

erfcheinen, fo nehmen wir auch an, dafs fie aufferuns lind. Das Papier, auf welchem ich jetzt fchrei-be, 5ft aufl'er meiner Hand, der Tifch auffer demPapiere, die Wände des Zimmers auffer dem Ti-fch e, und indem ich meine Augen gegen das Fen-fter richte, nehme ich einen grofsen Umfang vonFeldern und Gebäuden auffer meinem Zimmerwahr. Aus allem diefcm könnte man fchlicfsen, dafskein andres Vermögen erforderlich wäre, als dieSinne, um uns von der äuffern Exiftenz der Körperzu überzeugen. Allein um diefem Schluffe feineKraft zu benehmen, dürfen wir nur folgende dreyBetrachtungen in Erwägung ziehen. Erftlicli,dafs es, eigentlich zu reden, nicht unfer Körper ift,den wir wahrnehmen, wenn wir unfre Beine undGlieder betrachten, fondefn nur gewiffe Impreffio-nen, welche uns die Sinne liefern, fo dafs die Hand-lung des Gemiiths, wodurch wir diefen Impreffionenoder ihren Objekten eine reelle und korporelle Exi-ftenz beilegen, eben fo fcliwer zu erklären ift, alsdiejenige, welche wir gegenwärtig unterhielten.Zweitens, Töne, Empfindungen des Gefchmacksund Geruchs erfcheinen dem Gemiithe gar nichtals Dinge, die eine Exiftenz im Raume haben, obhe gleich gewöhnlich von dem Gemiithe als blei-bend e und unabhängige Eigenfchaften angefe-hen werden, und fie können folglich den Sin-nen gar nicht als aufl'er dem Körper exiftiren-de Dinge erfcheinen. Der Grund, warum wirihnen eine Stelle zufchreiben, foll in der Fol-

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