3So Uebev die menfchliche Natur,
te präfentiren, nicht ihre Natur betrifft, fonclernnur ihre VerhältnilTe und ihre Lage. Wenn nundie Sinne uns die Impreffionen als äuffere von unsunabhängige Objekte vorftehten, fo müfsten beidefowohl die Objekte als unfer eignes Selbft den Sin-nen vorgeftellt werden, denn fonft könnten fiedurch diefe Fähigkeiten gar nicht verglichen wer-den. Die Schwierigkeit liegt alfo darin, in wiefernunfer eignes Selbft ein Objekt unfrer Sinnewerden kann.
Es ift gewifs, dafs keine Unterfuchung in derPhilofophio abftrufer ift, als die über die Identi*tat und über die Natur des vereinigenden Prin-cips, welches eine Perfon beftiinmt. Wir find fowenig im Stande, diefe Frage blos durch unfre Sin-ne zu beftimmen , dafs wir uns •vielmehr in die tief-fte Metaphyfik einlaffen miiffen, wenn wir einebefriedigende Antwort darauf geben wollen; undman weil's, dafs diefe Begriffe von dem Selbftund der Perlon gar nicht fixirt und beftimmtfind. Es ilt alfo ungereimt, fielt einzubilden, dafsdie Sinne jemals einenUnterfchied zwifchen unfernSelbft und den äuffern Objekten darthun können.
Iiiernächft bedenke man noch, dafs alle Ini-preffionen, äufferliche und innerliche, Leidenfchaf-ten, Begierden, Empfindungen, Luft und Unlufturfprünglich einen Sitz haben; und dafs fie, fo un-terfchieden fie übrigens feyn mögen , doch fämtlichihrer Wahrheit nach, als Impreffionen oder Vor-ftellungen erfcheinen. Und in der Tliat, wenn
wir