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Ueber die menfch liehe Natur
fchliefst der Hund auf feines Herrn Zorn, undfieht feine Strafe vorher. Von einer gewiffen Em*pfnulung, die ihm fein Geruch verurfacht, urtheilter, dafs fein Wildpret nicht weit von ihm leynmüffe.
Zweitens ift der Schlufs, den er aus dercregenwärtigen Impreffion zieht, auf Erfahrung undauf feine Beobachtung der Verbindung der Dingein vergangenen Fällen gebauet. So wie fich dieErfahrung verändert, fo ändert er feine Schlüffe.Lafst eine Zeitlang auf ein gewiffes Zeichen oderauf eine gewiffe Bewegung ein Klopfen folgen, undhernach auf ein andres Zeichen; und er wird ge-wifs nach und nach verfchiedene Schlüffe feinerneueften Erfahrung gemäs daraus ziehen.
Es fclieint alfo offenbar zu feyn, dafs fo wohlThiere als Menfchen einige Dinge aus der Erfah-rung lernen, und aus der Erfahrung fcldiefsen, dafsdiefelbigen Erfolge auch immer aus denfelbigen Ur-fachen entfpringen. Durch diefes Princip werdenfie mit den alltäglichen Eigenfchaften der äufsernObjekte bekannt, und fanimeln fich von ihrer Ge-burt an, nach und nach eine Erkenntnifs von derNatur des Feuers, des Waffei'S, der Erde, derSteine, der Flöhe und Tiefe u. f. w., und von denW irkungen, welche aus ihren Operationen entfte-hen. Die Unwiffenheit und Unerfahrenheit derJungen ift. deutlich unterfcliieden von der Gefchick-lichkeit und Scharffinnigkeit der Alten, die durchlange Erfahrung gelernt haben, das Unangenehme
und